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Poland Abroad Vol. 1

Poland Abroad Vol. 1

Music for String Orchestra


Kammersymphonie Berlin / Jürgen Bruns: conductor


  • Ausgabe: CD
  • Bestell-Nr.: EDA 26
18,50 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.12 kg

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Beschreibung

eda records startete die Serie „Poland Abroad“ 2004 in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur im Anschluss an ein Festival, das das Konzerthaus Berlin aus Anlass der Ost-Erweiterung der EU dem Nachbarland Polen widmete. Im Zentrum dieser umfangreichen Präsentation standen Komponisten, die im internationalen Musikleben bisher wenig bis gar keine Beachtung fanden, die durch die politischen Umstände (während der Teilung Polens, während der Nazi-Besatzung und dem anschließenden kommunistischen Joch) ins Exil getrieben oder verfolgt wurden, von denen einige zum Teil unter dramatischen Umständen Krieg und Holocaust überlebten.

Einen Schwerpunkt widmete das Festival dem Auschwitz-Überlebenden Simon Laks, dessen Oeuvre auch die Serie „Poland Abroad“ wie ein roter Faden durchzieht. Vorgestellt werden Kompositionen aller Gattungen – Oper, Ballet, Sinfonik, Konzerte und Kammermusik. Ziel ist es, die herausragende Qualität dieses vernachlässigten Repertoires in Referenzeinspielungen zur Geltung zu bringen und zur Beschäftigung mit einem zentralen Aspekt der Kulturgeschichte (nicht nur des 20. Jahrhunderts) anzuregen, der Transkulturalität und Transnationalität. Alle hier vorgestellten Komponisten traten aus ihrem nationalen Kontext heraus und fanden in der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Strömungen der europäischen Avantgarden ihrer Zeit zu einem gleichermaßen individuellen wie universellen Stil. In Zeiten der Reflektion über europäische Identität finden sich hier Anknüpfungspunkte für einen musikgeschichtlichen Ansatz, für eine Programmgestaltung und Dramaturgie, die den engen und reduzierenden Blick auf nationale Besonderheiten und Schulen überwindet, die den Augen- und Ohrenmerk auf die zahlreichen grenzüberwindenden Wechselströme in der Musik des 20. Jahrhunderts richtet, die sich mehr durch Verbindendes auszeichnen als durch Trennendes. Ausgewählten Komponisten werden darüber hinaus Porträts gewidmet (eda 31: „Hommage à Simon Laks“; 2014 erscheint „Hommage à Joachim Mendelson“; eine „Hommage à André Tschaikowsky“ ist in Vorbereitung).

Auf Vol. 1 der Serie präsentiert die Kammersymphonie Berlin unter der Leitung ihres künstlerischen Leiters Jürgen Bruhns Werke für Streichorchester. Mit Ausnahme der Serenade von Karłowicz handelt es sich bei den Aufnahmen um Ersteinspielungen. Karłowicz, der der Gruppe „Junges Polen“ um Szymanowski nahestand, hatte in Berlin studiert, seine Serenade wurde von den Berliner Philharmonikern aus der Taufe gehoben. In Berlin studierte auch Jerzy Fitelberg, Sohn des legendären Dirigenten Grzegorz Fitelberg. Als Absolvent von Franz Schrekers Meisterklasse an der Berliner Musikhochschule gehörte er zu den herausragenden Vertretern der jungen polnischen Avantgarde, die von Alexandre Tansman, dem Doyen der polnischen Neuen Musik-Bewegung nachhaltig gefördert wurde. Tansman wie Fitelberg konnten der Verfolgung durch das Nazi-Regime im amerikanischen Exil entkommen. Simon Laks, der sich 1926 der „Association des Jeunes Musiciens Polonais“ anschloss, wurde 1941 aufgrund seiner jüdischen Abstammung in Paris inhaftiert und 1942 nach Auschwitz deportiert. Er überlebte als Leiter des Männerorchesters des Vernichtungslagers Birkenau.

Details
EAN: 4012476000268
Inhaltstext: Alexandre Tansmann: Triptyque (1930)
Simon Laks: Sinfonietta (1936)
Jerzy Fitelberg: Concerto (1928)
Mieczyław Karłowicz: Serenade op. 2 (1897)
Spieldauer: 70'16"
Verlag: eda records
downloads

eda records startete die Serie „Poland Abroad“ 2004 in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur im Anschluss an ein Festival, das das Konzerthaus Berlin aus Anlass der Ost-Erweiterung der EU dem Nachbarland Polen widmete. Im Zentrum dieser umfangreichen Präsentation standen Komponisten, die im internationalen Musikleben bisher wenig bis gar keine Beachtung fanden, die durch die politischen Umstände (während der Teilung Polens, während der Nazi-Besatzung und dem anschließenden kommunistischen Joch) ins Exil getrieben oder verfolgt wurden, von denen einige zum Teil unter dramatischen Umständen Krieg und Holocaust überlebten.

Einen Schwerpunkt widmete das Festival dem Auschwitz-Überlebenden Simon Laks, dessen Oeuvre auch die Serie „Poland Abroad“ wie ein roter Faden durchzieht. Vorgestellt werden Kompositionen aller Gattungen – Oper, Ballet, Sinfonik, Konzerte und Kammermusik. Ziel ist es, die herausragende Qualität dieses vernachlässigten Repertoires in Referenzeinspielungen zur Geltung zu bringen und zur Beschäftigung mit einem zentralen Aspekt der Kulturgeschichte (nicht nur des 20. Jahrhunderts) anzuregen, der Transkulturalität und Transnationalität. Alle hier vorgestellten Komponisten traten aus ihrem nationalen Kontext heraus und fanden in der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Strömungen der europäischen Avantgarden ihrer Zeit zu einem gleichermaßen individuellen wie universellen Stil. In Zeiten der Reflektion über europäische Identität finden sich hier Anknüpfungspunkte für einen musikgeschichtlichen Ansatz, für eine Programmgestaltung und Dramaturgie, die den engen und reduzierenden Blick auf nationale Besonderheiten und Schulen überwindet, die den Augen- und Ohrenmerk auf die zahlreichen grenzüberwindenden Wechselströme in der Musik des 20. Jahrhunderts richtet, die sich mehr durch Verbindendes auszeichnen als durch Trennendes. Ausgewählten Komponisten werden darüber hinaus Porträts gewidmet (eda 31: „Hommage à Simon Laks“; 2014 erscheint „Hommage à Joachim Mendelson“; eine „Hommage à André Tschaikowsky“ ist in Vorbereitung).

Auf Vol. 1 der Serie präsentiert die Kammersymphonie Berlin unter der Leitung ihres künstlerischen Leiters Jürgen Bruhns Werke für Streichorchester. Mit Ausnahme der Serenade von Karłowicz handelt es sich bei den Aufnahmen um Ersteinspielungen. Karłowicz, der der Gruppe „Junges Polen“ um Szymanowski nahestand, hatte in Berlin studiert, seine Serenade wurde von den Berliner Philharmonikern aus der Taufe gehoben. In Berlin studierte auch Jerzy Fitelberg, Sohn des legendären Dirigenten Grzegorz Fitelberg. Als Absolvent von Franz Schrekers Meisterklasse an der Berliner Musikhochschule gehörte er zu den herausragenden Vertretern der jungen polnischen Avantgarde, die von Alexandre Tansman, dem Doyen der polnischen Neuen Musik-Bewegung nachhaltig gefördert wurde. Tansman wie Fitelberg konnten der Verfolgung durch das Nazi-Regime im amerikanischen Exil entkommen. Simon Laks, der sich 1926 der „Association des Jeunes Musiciens Polonais“ anschloss, wurde 1941 aufgrund seiner jüdischen Abstammung in Paris inhaftiert und 1942 nach Auschwitz deportiert. Er überlebte als Leiter des Männerorchesters des Vernichtungslagers Birkenau.

EAN: 4012476000268
Inhaltstext: Alexandre Tansmann: Triptyque (1930)
Simon Laks: Sinfonietta (1936)
Jerzy Fitelberg: Concerto (1928)
Mieczyław Karłowicz: Serenade op. 2 (1897)
Spieldauer: 70'16"
Verlag: eda records
Sonstige Ausgaben