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Poland Abroad Vol. 3

Poland Abroad Vol. 3

String Quartets


Szymon Krzeszowiec: violin / Arkadiusz Kubica: violin / Łukasz Syrnicki: viola / Piotr Janosik: cello


  • Ausgabe: CD
  • Bestell-Nr.: EDA 34
18,50 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.11 kg

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Beschreibung

eda records startete die Serie „Poland Abroad“ 2004 in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur im Anschluss an ein Festival, das das Konzerthaus Berlin aus Anlass der Ost-Erweiterung der EU dem Nachbarland Polen widmete. Im Zentrum dieser umfangreichen Präsentation standen Komponisten, die im internationalen Musikleben bisher wenig bis gar keine Beachtung fanden, die durch die politischen Umstände (während der Teilung Polens, während der Nazi-Besatzung und dem anschließenden kommunistischen Joch) ins Exil getrieben oder verfolgt wurden, von denen einige zum Teil unter dramatischen Umständen Krieg und Holocaust überlebten.

Einen Schwerpunkt widmete das Festival dem Auschwitz-Überlebenden Simon Laks, dessen Oeuvre auch die Serie „Poland Abroad“ wie ein roter Faden durchzieht. Vorgestellt werden Kompositionen aller Gattungen – Oper, Ballet, Sinfonik, Konzerte und Kammermusik. Ziel ist es, die herausragende Qualität dieses vernachlässigten Repertoires in Referenzeinspielungen zur Geltung zu bringen und zur Beschäftigung mit einem zentralen Aspekt der Kulturgeschichte (nicht nur des 20. Jahrhunderts) anzuregen, der Transkulturalität und Transnationalität. Alle hier vorgestellten Komponisten traten aus ihrem nationalen Kontext heraus und fanden in der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Strömungen der europäischen Avantgarden ihrer Zeit zu einem gleichermaßen individuellen wie universellen Stil. In Zeiten der Reflektion über europäische Identität finden sich hier Anknüpfungspunkte für einen musikgeschichtlichen Ansatz, für eine Programmgestaltung und Dramaturgie, die den engen und reduzierenden Blick auf nationale Besonderheiten und Schulen überwindet, die den Augen- und Ohrenmerk auf die zahlreichen grenzüberwindenden Wechselströme in der Musik des 20. Jahrhunderts richtet, die sich mehr durch Verbindendes auszeichnen als durch Trennendes. Ausgewählten Komponisten werden darüber hinaus Porträts gewidmet (eda 31: „Hommage à Simon Laks“; 2014 erscheint „Hommage à Joachim Mendelson“; eine „Hommage à André Tschaikowsky“ ist in Vorbereitung).

Auf Vol. 3 der Serie hebt das Schlesische Streichquartett, eine Kammermusiklegende weit über die Grenzen Polens hinaus, das sich vor allem durch ungezählte Uraufführungen und die Pflege des Repertoires des 20. Jahrhunderts einen Namen gemacht hat, mit den Quartetten von Mendelson, Padeleski und Laks unbekannte Schätze der polnischen Quartettliteratur. Mendelson, der 1943 im Warschauer Ghetto umgebracht wurde und dessen gesamtes Oeuvre mit Ausnahme von fünf in Frankreich gedruckten Werken, deren  Druckplatten den Krieg überlebten, in Warschau verbrannte, kehrte nach Stationen in Berlin und Paris Ende der 30er Jahre in seine Heimat zurück, um eine Professur an der Warschauer Hoschschule anzunehmen. Seine stilistische Entwicklung fand im Spannungsfeld zwischen polnischer Tradition, zweiter Wiener Schule und französischem Neoclassicisme statt. Roman Padlewski, geboren 1915, galt als größte Hoffnung des polnischen Musiklebens in der Generationvon Lutosławski und Panufnik. Als aktives Mitglied des Polnischen Widerstandes kämpfte er in einer Spezialeinheit und wurde, nicht einmal dreißigjährig, während des Warschauer Aufstandes erschossen. Zahlreiche seiner Werke gingen während des Krieges verloren.

Details
EAN: 4012476000343
Inhaltstext: Joachim Mendelson: String Quartet no. 1 (c. 1925)
Roman Padlewski: String Quartet no. 2 (1940/42)
Simon Laks: String Quartet no. 5 (1963)
Spieldauer: 64'36"
Verlag: eda records
downloads

eda records startete die Serie „Poland Abroad“ 2004 in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur im Anschluss an ein Festival, das das Konzerthaus Berlin aus Anlass der Ost-Erweiterung der EU dem Nachbarland Polen widmete. Im Zentrum dieser umfangreichen Präsentation standen Komponisten, die im internationalen Musikleben bisher wenig bis gar keine Beachtung fanden, die durch die politischen Umstände (während der Teilung Polens, während der Nazi-Besatzung und dem anschließenden kommunistischen Joch) ins Exil getrieben oder verfolgt wurden, von denen einige zum Teil unter dramatischen Umständen Krieg und Holocaust überlebten.

Einen Schwerpunkt widmete das Festival dem Auschwitz-Überlebenden Simon Laks, dessen Oeuvre auch die Serie „Poland Abroad“ wie ein roter Faden durchzieht. Vorgestellt werden Kompositionen aller Gattungen – Oper, Ballet, Sinfonik, Konzerte und Kammermusik. Ziel ist es, die herausragende Qualität dieses vernachlässigten Repertoires in Referenzeinspielungen zur Geltung zu bringen und zur Beschäftigung mit einem zentralen Aspekt der Kulturgeschichte (nicht nur des 20. Jahrhunderts) anzuregen, der Transkulturalität und Transnationalität. Alle hier vorgestellten Komponisten traten aus ihrem nationalen Kontext heraus und fanden in der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Strömungen der europäischen Avantgarden ihrer Zeit zu einem gleichermaßen individuellen wie universellen Stil. In Zeiten der Reflektion über europäische Identität finden sich hier Anknüpfungspunkte für einen musikgeschichtlichen Ansatz, für eine Programmgestaltung und Dramaturgie, die den engen und reduzierenden Blick auf nationale Besonderheiten und Schulen überwindet, die den Augen- und Ohrenmerk auf die zahlreichen grenzüberwindenden Wechselströme in der Musik des 20. Jahrhunderts richtet, die sich mehr durch Verbindendes auszeichnen als durch Trennendes. Ausgewählten Komponisten werden darüber hinaus Porträts gewidmet (eda 31: „Hommage à Simon Laks“; 2014 erscheint „Hommage à Joachim Mendelson“; eine „Hommage à André Tschaikowsky“ ist in Vorbereitung).

Auf Vol. 3 der Serie hebt das Schlesische Streichquartett, eine Kammermusiklegende weit über die Grenzen Polens hinaus, das sich vor allem durch ungezählte Uraufführungen und die Pflege des Repertoires des 20. Jahrhunderts einen Namen gemacht hat, mit den Quartetten von Mendelson, Padeleski und Laks unbekannte Schätze der polnischen Quartettliteratur. Mendelson, der 1943 im Warschauer Ghetto umgebracht wurde und dessen gesamtes Oeuvre mit Ausnahme von fünf in Frankreich gedruckten Werken, deren  Druckplatten den Krieg überlebten, in Warschau verbrannte, kehrte nach Stationen in Berlin und Paris Ende der 30er Jahre in seine Heimat zurück, um eine Professur an der Warschauer Hoschschule anzunehmen. Seine stilistische Entwicklung fand im Spannungsfeld zwischen polnischer Tradition, zweiter Wiener Schule und französischem Neoclassicisme statt. Roman Padlewski, geboren 1915, galt als größte Hoffnung des polnischen Musiklebens in der Generationvon Lutosławski und Panufnik. Als aktives Mitglied des Polnischen Widerstandes kämpfte er in einer Spezialeinheit und wurde, nicht einmal dreißigjährig, während des Warschauer Aufstandes erschossen. Zahlreiche seiner Werke gingen während des Krieges verloren.

EAN: 4012476000343
Inhaltstext: Joachim Mendelson: String Quartet no. 1 (c. 1925)
Roman Padlewski: String Quartet no. 2 (1940/42)
Simon Laks: String Quartet no. 5 (1963)
Spieldauer: 64'36"
Verlag: eda records
Sonstige Ausgaben