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Poland Abroad Vol. 5

Poland Abroad Vol. 5

Chamber Music


Eleonore Marguerre: soprano / Silvia Careddu: flute / Ib Hausmann: clarinet / Frank Forst: bassoon / Gernot Süßmuth: violin / Stefan Fehlandt: viola / Hans-Jakob Eschenburg: cello / Frank-Immo Zichner: piano


  • Ausgabe: CD
  • Erscheinungsjahr: 2013
  • Bestell-Nr.: EDA 37
18,50 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.11 kg

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Beschreibung

eda records startete die Serie „Poland Abroad“ 2004 in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur im Anschluss an ein Festival, das das Konzerthaus Berlin aus Anlass der Ost-Erweiterung der EU dem Nachbarland Polen widmete. Im Zentrum dieser umfangreichen Präsentation standen Komponisten, die im internationalen Musikleben bisher wenig bis gar keine Beachtung fanden, die durch die politischen Umstände (während der Teilung Polens, während der Nazi-Besatzung und dem anschließenden kommunistischen Joch) ins Exil getrieben oder verfolgt wurden, von denen einige zum Teil unter dramatischen Umständen Krieg und Holocaust überlebten.

Einen Schwerpunkt widmete das Festival dem Auschwitz-Überlebenden Simon Laks, dessen Oeuvre auch die Serie „Poland Abroad“ wie ein roter Faden durchzieht. Vorgestellt werden Kompositionen aller Gattungen – Oper, Ballet, Sinfonik, Konzerte und Kammermusik. Ziel ist es, die herausragende Qualität dieses vernachlässigten Repertoires in Referenzeinspielungen zur Geltung zu bringen und zur Beschäftigung mit einem zentralen Aspekt der Kulturgeschichte (nicht nur des 20. Jahrhunderts) anzuregen, der Transkulturalität und Transnationalität. Alle hier vorgestellten Komponisten traten aus ihrem nationalen Kontext heraus und fanden in der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Strömungen der europäischen Avantgarden ihrer Zeit zu einem gleichermaßen individuellen wie universellen Stil. In Zeiten der Reflektion über europäische Identität finden sich hier Anknüpfungspunkte für einen musikgeschichtlichen Ansatz, für eine Programmgestaltung und Dramaturgie, die den engen und reduzierenden Blick auf nationale Besonderheiten und Schulen überwindet, die den Augen- und Ohrenmerk auf die zahlreichen grenzüberwindenden Wechselströme in der Musik des 20. Jahrhunderts richtet, die sich mehr durch Verbindendes auszeichnen als durch Trennendes. Ausgewählten Komponisten werden darüber hinaus Porträts gewidmet (eda 31: „Hommage à Simon Laks“; 2014 erscheint „Hommage à Joachim Mendelson“; eine „Hommage à André Tschaikowsky“ ist in Vorbereitung).

Vol. 5 der Serie „Poland Abroad“ präsentiert Meisterwerke der Kammermusik des 20. Jahrhunderts, die repräsentativ sind für die außerordentliche stilistische Vielfalt der polnischen Musik vor, während und nach dem 2. Weltkrieg, die die manigfaltigen internationalen Vernetzungen aufzeigen, in denen sie sich entwickelte. Constantin Regamey, der eine wichtige Rolle in der Kultur-Organisation des polnischen Untergrunds spielte, schuf mit seinem legendären, kurz vor Ausbruch des Warschauer Aufstandes im Sommer 1944 uraufgeführten Quintett ein atemberaubendes Schlüsselwerk der polnischen Moderne und ein Schwesterstück zu Messiaens Quatuor pour la fin du temps; Simon Laks, der das Vernichtungslager Auschwitz Birkenau als Leiter des Lagerorchesters überlebte, fand in seinem 1966 in Paris komponierten Divertimento zu einer alle Tragik und Unerträglickeit des Daseins überwindenden Leichtigkeit; Józef Koffler, wichtigster Repräsentant der Schönbergschule in Polen vor dem 2. Weltkrieg, fiel dem nationalsozialistischen Rassenwahn zum Opfer. Die Beschwörung der Liebe in seiner Kantate von 1931 auf Worte des Heiligen Paulus aus dem 1. Korintherbrief, die auch Brahms’  Vier Ernsten Gesängen zugrundeliegen, hat von ihrer Kraft und Dringlichkeit nichts eingebüßt.

Details
Inhaltstext: Constantin Regamey: Quintet for clarinet, bassoon, violin, cello and piano (1944)
Józef Koffler: Love (Miłość/Die Liebe) Cantata op. 14 (1931)
Simon Laks: Divertimento for flute, violin, cello and piano (1966)
Spieldauer: 57'20"
UPC: 840387100371
Verlag: eda records
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eda records startete die Serie „Poland Abroad“ 2004 in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur im Anschluss an ein Festival, das das Konzerthaus Berlin aus Anlass der Ost-Erweiterung der EU dem Nachbarland Polen widmete. Im Zentrum dieser umfangreichen Präsentation standen Komponisten, die im internationalen Musikleben bisher wenig bis gar keine Beachtung fanden, die durch die politischen Umstände (während der Teilung Polens, während der Nazi-Besatzung und dem anschließenden kommunistischen Joch) ins Exil getrieben oder verfolgt wurden, von denen einige zum Teil unter dramatischen Umständen Krieg und Holocaust überlebten.

Einen Schwerpunkt widmete das Festival dem Auschwitz-Überlebenden Simon Laks, dessen Oeuvre auch die Serie „Poland Abroad“ wie ein roter Faden durchzieht. Vorgestellt werden Kompositionen aller Gattungen – Oper, Ballet, Sinfonik, Konzerte und Kammermusik. Ziel ist es, die herausragende Qualität dieses vernachlässigten Repertoires in Referenzeinspielungen zur Geltung zu bringen und zur Beschäftigung mit einem zentralen Aspekt der Kulturgeschichte (nicht nur des 20. Jahrhunderts) anzuregen, der Transkulturalität und Transnationalität. Alle hier vorgestellten Komponisten traten aus ihrem nationalen Kontext heraus und fanden in der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Strömungen der europäischen Avantgarden ihrer Zeit zu einem gleichermaßen individuellen wie universellen Stil. In Zeiten der Reflektion über europäische Identität finden sich hier Anknüpfungspunkte für einen musikgeschichtlichen Ansatz, für eine Programmgestaltung und Dramaturgie, die den engen und reduzierenden Blick auf nationale Besonderheiten und Schulen überwindet, die den Augen- und Ohrenmerk auf die zahlreichen grenzüberwindenden Wechselströme in der Musik des 20. Jahrhunderts richtet, die sich mehr durch Verbindendes auszeichnen als durch Trennendes. Ausgewählten Komponisten werden darüber hinaus Porträts gewidmet (eda 31: „Hommage à Simon Laks“; 2014 erscheint „Hommage à Joachim Mendelson“; eine „Hommage à André Tschaikowsky“ ist in Vorbereitung).

Vol. 5 der Serie „Poland Abroad“ präsentiert Meisterwerke der Kammermusik des 20. Jahrhunderts, die repräsentativ sind für die außerordentliche stilistische Vielfalt der polnischen Musik vor, während und nach dem 2. Weltkrieg, die die manigfaltigen internationalen Vernetzungen aufzeigen, in denen sie sich entwickelte. Constantin Regamey, der eine wichtige Rolle in der Kultur-Organisation des polnischen Untergrunds spielte, schuf mit seinem legendären, kurz vor Ausbruch des Warschauer Aufstandes im Sommer 1944 uraufgeführten Quintett ein atemberaubendes Schlüsselwerk der polnischen Moderne und ein Schwesterstück zu Messiaens Quatuor pour la fin du temps; Simon Laks, der das Vernichtungslager Auschwitz Birkenau als Leiter des Lagerorchesters überlebte, fand in seinem 1966 in Paris komponierten Divertimento zu einer alle Tragik und Unerträglickeit des Daseins überwindenden Leichtigkeit; Józef Koffler, wichtigster Repräsentant der Schönbergschule in Polen vor dem 2. Weltkrieg, fiel dem nationalsozialistischen Rassenwahn zum Opfer. Die Beschwörung der Liebe in seiner Kantate von 1931 auf Worte des Heiligen Paulus aus dem 1. Korintherbrief, die auch Brahms’  Vier Ernsten Gesängen zugrundeliegen, hat von ihrer Kraft und Dringlichkeit nichts eingebüßt.

Inhaltstext: Constantin Regamey: Quintet for clarinet, bassoon, violin, cello and piano (1944)
Józef Koffler: Love (Miłość/Die Liebe) Cantata op. 14 (1931)
Simon Laks: Divertimento for flute, violin, cello and piano (1966)
Spieldauer: 57'20"
UPC: 840387100371
Verlag: eda records
Sonstige Ausgaben