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Poland Abroad Vol. 6

Poland Abroad Vol. 6

Concerto


Andrzej Sienkiewicz: trombone / Grzegorz Gorczyca: piano / Warsaw Philharmonic Chamber Orchestra / Christoph Slowinski: conductor


  • Ausgabe: CD
  • Erscheinungsjahr: 2014
  • Bestell-Nr.: EDA 39
18,50 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.11 kg

- +
 
Beschreibung

eda records startete die vielbeachtete Serie „Poland Abroad“ 2004 in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur im Anschluss an ein Festival, das das Konzerthaus Berlin aus Anlass der Ost-Erweiterung der EU dem Nachbarland Polen widmete. Im Zentrum dieser umfangreichen, von eda co-kuratierten Präsentation, standen Komponisten, die im internationalen Musikleben bisher wenig bis gar keine Beachtung fanden, die durch die politischen Umstände (während der Teilung Polens, während der Nazi-Besatzung und dem anschließenden kommunistischen Joch) ins Exil getrieben oder verfolgt wurden, von denen einige zum Teil unter dramatischen Umständen Krieg und Holocaust überlebten. Vorgestellt werden Kompositionen aller Gattungen – Oper, Ballet, Sinfonik, Konzerte und Kammermusik. Ziel ist es, die herausragende Qualität dieses vernachlässigten Repertoires in Referenzeinspielungen zur Geltung zu bringen und zur Beschäftigung mit einem zentralen Aspekt der Kulturgeschichte (nicht nur des 20. Jahrhunderts) anzuregen, der Transkulturalität und Transnationalität.

Die Schule Nadia Boulangers, der Einfluss Strawinskys und des französischen Neo-Classicisme sind maßgeblich für die drei auf Vol. 6 der Serie vorgestellten Komponisten. Jerzy Fitelberg und Tadeusz Kassern waren wegen ihrer jüdischen Abstammung nach 1939 in Europa in Lebensgefahr. Während Fitelberg, ein Meisterschüler Franz Schrekers, über Paris nach New York emigrieren konnte, überlebte Kassern die Zeit des 2. Weltkriegs in Verstecken in Polen. 1945 ging er im diplomatischen Dienst nach New York, sagte sich 1948 vom kommunistischen Polen los, beantragte politisches Exil in den Vereinigten Staaten, das ihm von den paranoiden Einwanderungsbehörden der McCarthy Ära verweigert wurde. Spisak, seit 1937 in Paris ansässig, Vizepräsident der Association des Jeunes Musiciens Polonais, verbrachte die Kriegsjahre zurückgezogen in der Nähe von Grenoble, und kehrte nach dem Krieg sofort wieder nach Paris zurück, wo er bis zum Ende seines Lebens mit großen Erfolgen sowohl in Frankreich als auch in Polen wirkte. Die Aufnahmen auf dieser CD sind ein Live-Mitschnitt vom Festival „Warschauer Musik-Begegnungen“ 2011. Jerzy Fitelbergs Doppelkonzert, das im Rahmen dieser 25. Ausgabe des Festivals zur europäischen Erstaufführung gekommen war, öffnet ein neues Fenster hin zur Gattung des Solokonzerts, die bisher in der Serie nicht berücksichtig wurde. Während Jerzy Fitelberg bereits mit seiner ersten Klaviersonate und dem Konzert für Streichorchester im Katalog von eda records präsent ist (eda 19, eda 26), erweitern wir mit Spisak und Kassern den Reigen der in „Poland Abroad“ vorgestellten Komponisten, deren Schaffen weder im Konzertleben noch auf dem an Repliken übersättigten Tonträgermarkt eine ihrer Bedeutung angemessene Würdigung erfährt.

Details
Inhaltstext: Jerzy Fitelberg: Concerto for trombone, piano and string orchestra (1948)
Tadeusz Kassern : Concerto for string orchestra (1943)
Michał Spisak: Concertino for string orchestra (1942)
Spieldauer: 58'24"
UPC: 840387100395
Verlag: eda records
downloads

eda records startete die vielbeachtete Serie „Poland Abroad“ 2004 in Kooperation mit Deutschlandradio Kultur im Anschluss an ein Festival, das das Konzerthaus Berlin aus Anlass der Ost-Erweiterung der EU dem Nachbarland Polen widmete. Im Zentrum dieser umfangreichen, von eda co-kuratierten Präsentation, standen Komponisten, die im internationalen Musikleben bisher wenig bis gar keine Beachtung fanden, die durch die politischen Umstände (während der Teilung Polens, während der Nazi-Besatzung und dem anschließenden kommunistischen Joch) ins Exil getrieben oder verfolgt wurden, von denen einige zum Teil unter dramatischen Umständen Krieg und Holocaust überlebten. Vorgestellt werden Kompositionen aller Gattungen – Oper, Ballet, Sinfonik, Konzerte und Kammermusik. Ziel ist es, die herausragende Qualität dieses vernachlässigten Repertoires in Referenzeinspielungen zur Geltung zu bringen und zur Beschäftigung mit einem zentralen Aspekt der Kulturgeschichte (nicht nur des 20. Jahrhunderts) anzuregen, der Transkulturalität und Transnationalität.

Die Schule Nadia Boulangers, der Einfluss Strawinskys und des französischen Neo-Classicisme sind maßgeblich für die drei auf Vol. 6 der Serie vorgestellten Komponisten. Jerzy Fitelberg und Tadeusz Kassern waren wegen ihrer jüdischen Abstammung nach 1939 in Europa in Lebensgefahr. Während Fitelberg, ein Meisterschüler Franz Schrekers, über Paris nach New York emigrieren konnte, überlebte Kassern die Zeit des 2. Weltkriegs in Verstecken in Polen. 1945 ging er im diplomatischen Dienst nach New York, sagte sich 1948 vom kommunistischen Polen los, beantragte politisches Exil in den Vereinigten Staaten, das ihm von den paranoiden Einwanderungsbehörden der McCarthy Ära verweigert wurde. Spisak, seit 1937 in Paris ansässig, Vizepräsident der Association des Jeunes Musiciens Polonais, verbrachte die Kriegsjahre zurückgezogen in der Nähe von Grenoble, und kehrte nach dem Krieg sofort wieder nach Paris zurück, wo er bis zum Ende seines Lebens mit großen Erfolgen sowohl in Frankreich als auch in Polen wirkte. Die Aufnahmen auf dieser CD sind ein Live-Mitschnitt vom Festival „Warschauer Musik-Begegnungen“ 2011. Jerzy Fitelbergs Doppelkonzert, das im Rahmen dieser 25. Ausgabe des Festivals zur europäischen Erstaufführung gekommen war, öffnet ein neues Fenster hin zur Gattung des Solokonzerts, die bisher in der Serie nicht berücksichtig wurde. Während Jerzy Fitelberg bereits mit seiner ersten Klaviersonate und dem Konzert für Streichorchester im Katalog von eda records präsent ist (eda 19, eda 26), erweitern wir mit Spisak und Kassern den Reigen der in „Poland Abroad“ vorgestellten Komponisten, deren Schaffen weder im Konzertleben noch auf dem an Repliken übersättigten Tonträgermarkt eine ihrer Bedeutung angemessene Würdigung erfährt.

Inhaltstext: Jerzy Fitelberg: Concerto for trombone, piano and string orchestra (1948)
Tadeusz Kassern : Concerto for string orchestra (1943)
Michał Spisak: Concertino for string orchestra (1942)
Spieldauer: 58'24"
UPC: 840387100395
Verlag: eda records
Sonstige Ausgaben