Schott Music

Skip to Main Content »

Sprache
 
Warenkorb (0 Artikel)
Mein Warenkorb

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Solo for Piano

Solo for Piano


  • Ausgabe: CD
  • Erscheinungsjahr: 2013
  • Bestell-Nr.: WER 67682
18,50 €
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten

- +
 
Beschreibung

Bereits in den 1950er Jahren versuchte John Cage, die Genese seiner Kompositionen von Zufallsverfahren ab­hängig zu machen. Einige Jahre später tritt zu dieser Zufälligkeit des Kompositionsprozesses auch die auf­führungspraktische Unbestimmtheit hinzu, die auf eine Loslösung des kompositorischen Entwurfs vom inter­pretatorischen Resultat zielt.

Eine der ersten Kompositionen, in denen dieses Prinzip zur Geltung gelangt, ist das „Concert for Piano and Or­chestra“. Das Stück hat keine Gesamtpartitur – jede einzelne Stimme ist allerdings detailliert ausgeschrie­ben. Die Noten der Orchesterstimmen sind in drei ver­schiedenen Größen aufgezeichnet, die sich vieldeutig auf Dauer und Lautstärke beziehen lassen können. Die konkrete Gestalt der Notate resultierte aus der Anwendung verschiede­ner Zufallsverfahren, unter anderem auch durch die Umdeutung von Unregelmäßigkeiten des Notenpapiers zu Notationssymbolen.

Die Klavierstimme des „Concert for Piano and Orchestra“, die unter dem Titel „Solo for Piano“ ein eigenständiges Stück ist, entstand dagegen ohne die Anwendung von Zufalls­operationen. Zugleich wirkt aber auch hier das Prinzip der aufführungspraktischen Unbe­stimmtheit. „Solo for Piano“ umfasst 63 Seiten mit 84 verschiedenartigen graphischen Ge­bilden, die aufgrund ihrer Gestalt an Notenschrift erinnern, hingegen keine eindeutig re­produziblen Notate darstellen. Die Notation wird hier zum „Angebot“ an den Interpreten modifiziert; alle Möglichkeiten der Umsetzung des Notentextes sind denkbar. Somit ist be­reits durch die Variabilität des Klavierparts, dessen Formation jeweils aufs Neue zu ent­scheiden ist, ein Höchstmaß an Unbestimmtheit gegeben. Zudem bleibt der Zugriff auf die Notation – im Sinne der Erarbeitung eines spielbaren Notentextes – der kreativen Eigen­leistung des Interpreten überlassen.

Auf der vorliegenden CD präsentiert Sabine Liebner ihre einzigartige Interpretation des „Solo for Piano“. Sie genießt als Pianistin international höchstes Ansehen und gilt als „der­zeit wichtigste Interpretin des Klavierwerks von John Cage“ (Andreas Göbel, Kulturradio rbb).

Koproduktion: Bayerischer Rundfunk

Details
EAN: 4010228676822
Inhaltstext: Solo for Piano (1957/58)
Spieldauer: 69'52"
Verlag: Wergo
downloads

Bereits in den 1950er Jahren versuchte John Cage, die Genese seiner Kompositionen von Zufallsverfahren ab­hängig zu machen. Einige Jahre später tritt zu dieser Zufälligkeit des Kompositionsprozesses auch die auf­führungspraktische Unbestimmtheit hinzu, die auf eine Loslösung des kompositorischen Entwurfs vom inter­pretatorischen Resultat zielt.

Eine der ersten Kompositionen, in denen dieses Prinzip zur Geltung gelangt, ist das „Concert for Piano and Or­chestra“. Das Stück hat keine Gesamtpartitur – jede einzelne Stimme ist allerdings detailliert ausgeschrie­ben. Die Noten der Orchesterstimmen sind in drei ver­schiedenen Größen aufgezeichnet, die sich vieldeutig auf Dauer und Lautstärke beziehen lassen können. Die konkrete Gestalt der Notate resultierte aus der Anwendung verschiede­ner Zufallsverfahren, unter anderem auch durch die Umdeutung von Unregelmäßigkeiten des Notenpapiers zu Notationssymbolen.

Die Klavierstimme des „Concert for Piano and Orchestra“, die unter dem Titel „Solo for Piano“ ein eigenständiges Stück ist, entstand dagegen ohne die Anwendung von Zufalls­operationen. Zugleich wirkt aber auch hier das Prinzip der aufführungspraktischen Unbe­stimmtheit. „Solo for Piano“ umfasst 63 Seiten mit 84 verschiedenartigen graphischen Ge­bilden, die aufgrund ihrer Gestalt an Notenschrift erinnern, hingegen keine eindeutig re­produziblen Notate darstellen. Die Notation wird hier zum „Angebot“ an den Interpreten modifiziert; alle Möglichkeiten der Umsetzung des Notentextes sind denkbar. Somit ist be­reits durch die Variabilität des Klavierparts, dessen Formation jeweils aufs Neue zu ent­scheiden ist, ein Höchstmaß an Unbestimmtheit gegeben. Zudem bleibt der Zugriff auf die Notation – im Sinne der Erarbeitung eines spielbaren Notentextes – der kreativen Eigen­leistung des Interpreten überlassen.

Auf der vorliegenden CD präsentiert Sabine Liebner ihre einzigartige Interpretation des „Solo for Piano“. Sie genießt als Pianistin international höchstes Ansehen und gilt als „der­zeit wichtigste Interpretin des Klavierwerks von John Cage“ (Andreas Göbel, Kulturradio rbb).

Koproduktion: Bayerischer Rundfunk

EAN: 4010228676822
Inhaltstext: Solo for Piano (1957/58)
Spieldauer: 69'52"
Verlag: Wergo