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The Darkly Splendid Earth: The Lonely Traveller

The Darkly Splendid Earth: The Lonely Traveller

for violin and orchestra


  • Besetzung: Violine und Orchester
  • Ausgabe: Aufführungsmaterial

Beschreibung
Während ich einige Konzerte für Soloinstrumente schrieb, habe ich mich immer über das Medium gewundert, das dem Komponisten oberflächlichen Glanz und dem Aufführenden Aufdringlichkeit entlockt, während das loyale Orchester den Solisten enthusiastisch unterstützen muss.

Ich wollte ein Stück schreiben, das diese Gewohnheiten herausfordert. Also habe ich entschieden, dass der Solist und das Orchester ihre eigenen Wege gehen sollen. Der Titel des Werkes verdeutlicht dieses Anliegen: Das Orchester ist die „Dark Splendid Earth“ („Dunkle, prächtige Erde“) und der Violinist ist der „Lonely Traveller“ („Einsamer Reisender“), der sich auf der Erdoberfläche bewegt. Das Ergebnis ist ein rhapsodisches Zwiegespräch, in dem sich Orchester und Solist berühren, aber niemals kontrolliert oder beeinflusst werden vom Tun des Anderen. Ich vermied festgelegte Stimmungen, aufschreckende Rhythmen, rhetorische Auseinandersetzungen und schlafwandlerische Duette. Ich wollte nicht den sogenannten „pathetischen Irrtum“, in dem die Natur menschliche Stimmungen annehmen soll – eine beliebte Vorgehensweise von Opernkomponisten: Die Heldin weint und es regnet, der Held zieht sein Schwert und es donnert. Ich wollte den Solisten ein Leben der Isolation führen lassen, ohne Bestätigung der Menge, ohne die idiotischen Imitationen und Wiederholungen, die es in jeder konventionellen Musik gibt. Wenn es Freunde dieser Musik gibt, sind sie weit weg. Nur am Ende lässt ein Solo-Horn ein fernes Echo einiger Phrasen anklingen, die zuvor von der Violine gespielt wurden. Ein Freund?... Es ist zu spät. Der Solist bewegt sich fort in die Dämmerung. R. Murray Schafer
Details
Auftragswerk : commissioned by the Toronto Symphony Orchestra
Kompositionsjahr: 1991
Orchesterbesetzung: pic.3.2.ca.2.bcl.2.cbsn-4.3.3.1-perc(glsp, vib, crot, crash cym, sus cym, tam-t, Wuhan gong, tom-t, b.d)-hp-str
Spieldauer: 20'0"
Verlag: Arcana Editions
Während ich einige Konzerte für Soloinstrumente schrieb, habe ich mich immer über das Medium gewundert, das dem Komponisten oberflächlichen Glanz und dem Aufführenden Aufdringlichkeit entlockt, während das loyale Orchester den Solisten enthusiastisch unterstützen muss.

Ich wollte ein Stück schreiben, das diese Gewohnheiten herausfordert. Also habe ich entschieden, dass der Solist und das Orchester ihre eigenen Wege gehen sollen. Der Titel des Werkes verdeutlicht dieses Anliegen: Das Orchester ist die „Dark Splendid Earth“ („Dunkle, prächtige Erde“) und der Violinist ist der „Lonely Traveller“ („Einsamer Reisender“), der sich auf der Erdoberfläche bewegt. Das Ergebnis ist ein rhapsodisches Zwiegespräch, in dem sich Orchester und Solist berühren, aber niemals kontrolliert oder beeinflusst werden vom Tun des Anderen. Ich vermied festgelegte Stimmungen, aufschreckende Rhythmen, rhetorische Auseinandersetzungen und schlafwandlerische Duette. Ich wollte nicht den sogenannten „pathetischen Irrtum“, in dem die Natur menschliche Stimmungen annehmen soll – eine beliebte Vorgehensweise von Opernkomponisten: Die Heldin weint und es regnet, der Held zieht sein Schwert und es donnert. Ich wollte den Solisten ein Leben der Isolation führen lassen, ohne Bestätigung der Menge, ohne die idiotischen Imitationen und Wiederholungen, die es in jeder konventionellen Musik gibt. Wenn es Freunde dieser Musik gibt, sind sie weit weg. Nur am Ende lässt ein Solo-Horn ein fernes Echo einiger Phrasen anklingen, die zuvor von der Violine gespielt wurden. Ein Freund?... Es ist zu spät. Der Solist bewegt sich fort in die Dämmerung. R. Murray Schafer
Auftragswerk : commissioned by the Toronto Symphony Orchestra
Kompositionsjahr: 1991
Orchesterbesetzung: pic.3.2.ca.2.bcl.2.cbsn-4.3.3.1-perc(glsp, vib, crot, crash cym, sus cym, tam-t, Wuhan gong, tom-t, b.d)-hp-str
Spieldauer: 20'0"
Verlag: Arcana Editions