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The Unseen Guest - Checkpoint

The Unseen Guest - Checkpoint


  • Ausgabe: CD
  • Erscheinungsjahr: 2007
  • Bestell-Nr.: TIN 1002
14,99 €
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten

- +
 
Beschreibung

Das Reisen zum Vergnügen und aus kulturellem Interesse hat in den letzten 150 Jahren eine interessante Entwick-lung durchgemacht, geprägt von unterschiedlichen Motiven und  Ausformungen. Abgesehen von Emigration, Völ-kerwanderungen und einzelnen Entdeckern ist der Großteil der Menschen zuvor doch überhaupt nur gereist, weil es ihnen befohlen wurde (Soldaten), weil sie dafür Geld bekamen (Kaufleute), oder weil ihr Glauben sie dazu ver-pflichtete (Pilger).

Heute ist das Reisen, oder eher der Urlaub, ein selbstverständliches Ritual für jene die sich in der Moderne verorten und von ihr profitieren wollen und auch können. Selbst für diejenigen, die nicht aktiv verreisen, sondern einfach an den exotischsten Zielorten mit den Touristen rechnen, ihnen zu Diensten sind oder sich sonst wie mit ihrem Auftreten arrangiert haben.

Mittlerweile sind die Modernsten in einer halbvirtuellen Welt angekommen in der jeder mit jedem verbunden sein kann und in der die weißen Flecken auf den Landkarten schon lange verschwunden sind. Ob das die Menschheit glücklicher und weiser gemacht hat können und wollen wir hier nicht diskutieren. Hier geht es ja auch nur um ein kleines, wenn auch schönes Stück Musik. Das zweite Album eines besonderen Duos.

Um der Einleitung einen Sinn zu geben - die vorliegende Musik und deren Hintergrund bietet ein freundliches Beispiel der so genannten Globalisierung:

Da treffen sich ein indischer Rechtsanwalt, der in Singapur lebt und ein irischer Traveller zufällig über einen gemeinsamen Freund in Calicut, Indien. Der Ire Declan Murray und der Inder Amith Narayan fanden Interesse aneinander. Ein Jahr nach dem Treffen wird der Kontakt mit E-Mails erneut belebt, Ideen und Fragen ausgetauscht und die universelle Kraft der Musik und die Lust auf Abenteuer führt die beiden erneut zusammen. Bald darauf finden sie sich in einem indischen Studio wieder, musizieren gemeinsam und mit indischen Gastmusikern. Die Musik die sie produzieren ist ein bemerkenswerter Hybrid aus Folk/Rocksongs mit indischen Klängen, weit entfernt von üblichen World Music Fusion Experimenten, Bollywood und Dancefloor-Khatak. Ihr Duo nannten sie fortan The Unseen Guest – entlehnt von den skurrilen Beschilderungen in den Budget-Herbergen der YMCA -Heime.

Nachdem die beiden ihre  Musik zunächst lediglich über den US-amerikanischen Onlinemailorder CD Baby anboten, ein Selbstvertriebssystem für ungesignte Musiker, gelangt dieses erste Album - auch eher zufällig - an den Labelmanager von tuition, das Label, welches kürzlich vom deutschen Spex-Magazin als „Hort des avancierten Gitarrenpops“ beschrieben wurde. Tuition erkannte, daß dieses Newcomer-Duo ganz vortrefflich zum entstehenden Katalog um Go-Betweens, Roddy Frame oder Winnebago Orchestra passen könnte. Unseen Guest fügt diesem avanciertem Gitarrenpop einen interessanten, sehr persönlichen Aspekt hinzu.

Und hören Sie selbst - Das hier vorliegende, zweite Album Checkpoint bestätigt das noch mehr. Neben dem Leonard Cohen Cover „Everybody Knows“, mit dem Checkpoint schließt, sind die Eigenkompositionen durchweg klassischer Songwriterpop. Die durchweg freundlich entspannte Stimmung die dieser subtil rockende Acousticsound produziert könnte genauso gut in Tucson, Arizona, in Kalifornien oder in Brisbane, Australien zu Hause sein.

Vertrautheit geht von diesen Liedern aus, Verlässlichkeit vom Rhythmus, und Aufrichtigkeit strahlt aus dem Album. Eine einfache gute Melodie, Strophen, Refrains, ein guter Text, mehr braucht es im Kern nicht - die Stimme keinen Pathos, keine Aufgeregtheit und die Songs keine plakativen Verzierungen und Verzerrungen. Checkpoint ruht selbstbewusst in sich und das macht einen Grossteil des Hörvergnügens aus. Auch die Texte spiegeln das auf vielleicht ungewollte aber sympathische Weise hier und dort.

Für den, der sich darauf einlässt, gibt es dann hinter jeder Kurve und Wendung, diese feinen Überraschungen, die dem Konzept der beiden, der Produktionsweise und des Aufnahmeortes entsprungen sind. Liebevoll und dezent drehen Saxofone und Mundharmonikas ihre Bahnen (Black Hole). Streicher wehen durchs Bild, wie schattenspendende Tücher.

Musikalische Elemente, die eindeutig der indischen Musik zuordenbar wären sind noch weit stärker als auf ihrem Debüt aufs subtilste versteckt. Mal erscheint der Bogenstrich einer Geige so aufregend fremd. Mal erspürt man es in den klaren ruhigen human beats. Zu den ansonst allerorten programmierten und gesampelten Sounds verhalten diese hier sich ungefähr, wie der Klang der Stille nach einem tropischen Regenguss zu dem tropfenden Wasserhahn einer unaufgeräumten WG-Küche.

„Schönheit“, meinte Amith in einem Interview mit Wolf Kampmann, „ist ein sehr abstrakter Begriff. Doch woher kommt diese Schönheit in unserer Musik? Ich komme aus Indien und Declan aus Irland. Ich habe verschiedenste Orte auf der Welt bereist und lebe heute in Singapur. Von all diesen Kulturen habe ich viel gelernt. Dieser Mix unterschiedlicher Kulturen ist für mich ein Synonym für Schönheit.“ Und weiter zur Produktion „Es war eine ganz bewusste Entscheidung, ausschließlich akustische Instrumente zu benutzen. Wir entschieden uns für ein Studio, von dem wir wussten, dass es einen perfekten akustischen Sound umsetzen könnte. Speziell die Tablas benötigen eine ganz bestimmte Mikrofoneinstellung, die man nur höchst selten zu hören bekommt. Niemand spielt mehr diese reinen akustischen Sounds. Wir hingegen verwenden vokale Harmonien, die in einem elektrischen Kontext gar nicht funktionieren würden.“

“… So sing along now before the thrill is gone now Grab this conga line that leeds to who know where …” (aus: Conga Line)

Weitere Infos: www.unseenguest.com

 



Declan Murray: lead vocals, acoustic & electric guitars, slide guitar, bass guitar, harmonica, piano, tambourines, shakers, bongos, water bottles, miscellaneous percussion / Amith Narayan: harmony vocals, acoustic guitars, mandolin, / Anil Kumar: bass dholak, ghadam, shakers, cabasa, chimes, myriad hand percussion / Sumodh Sridhar: tablas, dholaks, ganjra, shakers / Shah Jahan Wadiyal: violins / Raju George: Saxophones / Manikandan and Prasad: string section / Rizon: flutes / Curtis King: harmonica
Details
Inhaltstext: Miracle Mile
Place Your Bets
Don't Let It Show
Ancient Greek
Love Song # 10
Reduce It To A Kiss
Black Hole
Snowstorm
the Whitest Lie
Conga Line
Everybody Knows
Spieldauer: 47'39"
UPC: 750447010024
Verlag: Intuition

Das Reisen zum Vergnügen und aus kulturellem Interesse hat in den letzten 150 Jahren eine interessante Entwick-lung durchgemacht, geprägt von unterschiedlichen Motiven und  Ausformungen. Abgesehen von Emigration, Völ-kerwanderungen und einzelnen Entdeckern ist der Großteil der Menschen zuvor doch überhaupt nur gereist, weil es ihnen befohlen wurde (Soldaten), weil sie dafür Geld bekamen (Kaufleute), oder weil ihr Glauben sie dazu ver-pflichtete (Pilger).

Heute ist das Reisen, oder eher der Urlaub, ein selbstverständliches Ritual für jene die sich in der Moderne verorten und von ihr profitieren wollen und auch können. Selbst für diejenigen, die nicht aktiv verreisen, sondern einfach an den exotischsten Zielorten mit den Touristen rechnen, ihnen zu Diensten sind oder sich sonst wie mit ihrem Auftreten arrangiert haben.

Mittlerweile sind die Modernsten in einer halbvirtuellen Welt angekommen in der jeder mit jedem verbunden sein kann und in der die weißen Flecken auf den Landkarten schon lange verschwunden sind. Ob das die Menschheit glücklicher und weiser gemacht hat können und wollen wir hier nicht diskutieren. Hier geht es ja auch nur um ein kleines, wenn auch schönes Stück Musik. Das zweite Album eines besonderen Duos.

Um der Einleitung einen Sinn zu geben - die vorliegende Musik und deren Hintergrund bietet ein freundliches Beispiel der so genannten Globalisierung:

Da treffen sich ein indischer Rechtsanwalt, der in Singapur lebt und ein irischer Traveller zufällig über einen gemeinsamen Freund in Calicut, Indien. Der Ire Declan Murray und der Inder Amith Narayan fanden Interesse aneinander. Ein Jahr nach dem Treffen wird der Kontakt mit E-Mails erneut belebt, Ideen und Fragen ausgetauscht und die universelle Kraft der Musik und die Lust auf Abenteuer führt die beiden erneut zusammen. Bald darauf finden sie sich in einem indischen Studio wieder, musizieren gemeinsam und mit indischen Gastmusikern. Die Musik die sie produzieren ist ein bemerkenswerter Hybrid aus Folk/Rocksongs mit indischen Klängen, weit entfernt von üblichen World Music Fusion Experimenten, Bollywood und Dancefloor-Khatak. Ihr Duo nannten sie fortan The Unseen Guest – entlehnt von den skurrilen Beschilderungen in den Budget-Herbergen der YMCA -Heime.

Nachdem die beiden ihre  Musik zunächst lediglich über den US-amerikanischen Onlinemailorder CD Baby anboten, ein Selbstvertriebssystem für ungesignte Musiker, gelangt dieses erste Album - auch eher zufällig - an den Labelmanager von tuition, das Label, welches kürzlich vom deutschen Spex-Magazin als „Hort des avancierten Gitarrenpops“ beschrieben wurde. Tuition erkannte, daß dieses Newcomer-Duo ganz vortrefflich zum entstehenden Katalog um Go-Betweens, Roddy Frame oder Winnebago Orchestra passen könnte. Unseen Guest fügt diesem avanciertem Gitarrenpop einen interessanten, sehr persönlichen Aspekt hinzu.

Und hören Sie selbst - Das hier vorliegende, zweite Album Checkpoint bestätigt das noch mehr. Neben dem Leonard Cohen Cover „Everybody Knows“, mit dem Checkpoint schließt, sind die Eigenkompositionen durchweg klassischer Songwriterpop. Die durchweg freundlich entspannte Stimmung die dieser subtil rockende Acousticsound produziert könnte genauso gut in Tucson, Arizona, in Kalifornien oder in Brisbane, Australien zu Hause sein.

Vertrautheit geht von diesen Liedern aus, Verlässlichkeit vom Rhythmus, und Aufrichtigkeit strahlt aus dem Album. Eine einfache gute Melodie, Strophen, Refrains, ein guter Text, mehr braucht es im Kern nicht - die Stimme keinen Pathos, keine Aufgeregtheit und die Songs keine plakativen Verzierungen und Verzerrungen. Checkpoint ruht selbstbewusst in sich und das macht einen Grossteil des Hörvergnügens aus. Auch die Texte spiegeln das auf vielleicht ungewollte aber sympathische Weise hier und dort.

Für den, der sich darauf einlässt, gibt es dann hinter jeder Kurve und Wendung, diese feinen Überraschungen, die dem Konzept der beiden, der Produktionsweise und des Aufnahmeortes entsprungen sind. Liebevoll und dezent drehen Saxofone und Mundharmonikas ihre Bahnen (Black Hole). Streicher wehen durchs Bild, wie schattenspendende Tücher.

Musikalische Elemente, die eindeutig der indischen Musik zuordenbar wären sind noch weit stärker als auf ihrem Debüt aufs subtilste versteckt. Mal erscheint der Bogenstrich einer Geige so aufregend fremd. Mal erspürt man es in den klaren ruhigen human beats. Zu den ansonst allerorten programmierten und gesampelten Sounds verhalten diese hier sich ungefähr, wie der Klang der Stille nach einem tropischen Regenguss zu dem tropfenden Wasserhahn einer unaufgeräumten WG-Küche.

„Schönheit“, meinte Amith in einem Interview mit Wolf Kampmann, „ist ein sehr abstrakter Begriff. Doch woher kommt diese Schönheit in unserer Musik? Ich komme aus Indien und Declan aus Irland. Ich habe verschiedenste Orte auf der Welt bereist und lebe heute in Singapur. Von all diesen Kulturen habe ich viel gelernt. Dieser Mix unterschiedlicher Kulturen ist für mich ein Synonym für Schönheit.“ Und weiter zur Produktion „Es war eine ganz bewusste Entscheidung, ausschließlich akustische Instrumente zu benutzen. Wir entschieden uns für ein Studio, von dem wir wussten, dass es einen perfekten akustischen Sound umsetzen könnte. Speziell die Tablas benötigen eine ganz bestimmte Mikrofoneinstellung, die man nur höchst selten zu hören bekommt. Niemand spielt mehr diese reinen akustischen Sounds. Wir hingegen verwenden vokale Harmonien, die in einem elektrischen Kontext gar nicht funktionieren würden.“

“… So sing along now before the thrill is gone now Grab this conga line that leeds to who know where …” (aus: Conga Line)

Weitere Infos: www.unseenguest.com

 



Declan Murray: lead vocals, acoustic & electric guitars, slide guitar, bass guitar, harmonica, piano, tambourines, shakers, bongos, water bottles, miscellaneous percussion / Amith Narayan: harmony vocals, acoustic guitars, mandolin, / Anil Kumar: bass dholak, ghadam, shakers, cabasa, chimes, myriad hand percussion / Sumodh Sridhar: tablas, dholaks, ganjra, shakers / Shah Jahan Wadiyal: violins / Raju George: Saxophones / Manikandan and Prasad: string section / Rizon: flutes / Curtis King: harmonica
Inhaltstext: Miracle Mile
Place Your Bets
Don't Let It Show
Ancient Greek
Love Song # 10
Reduce It To A Kiss
Black Hole
Snowstorm
the Whitest Lie
Conga Line
Everybody Knows
Spieldauer: 47'39"
UPC: 750447010024
Verlag: Intuition