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Weber-Studien 7

Weber-Studien 7

Carl Maria von Weber und die Schauspielmusik seiner Zeit

Bericht über die Tagung der Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe in der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz 1998


  • Sprache: deutsch
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Beschreibung
Bis vor wenigen Jahren wurde der Schauspielmusik, abgesehen von einzelnen herausragenden Werken, von der Musikwissenschaft kaum Beachtung geschenkt; eine historiographische Gesamtdarstellung bzw. editorische Auseinandersetzung steht noch aus. Gerade das letzte Drittel des 18. und das erste Drittel des 19. Jahrhunderts können als eine Blütezeit der Schauspielmusik angesehen werden. In diesen Jahrzehnten entstand nicht nur eine unüberschaubare Menge solcher Kompositionen; die Problematik der musikalischen Untermalung bzw. Bereicherung des Sprechtheaters wurde auch im ästhetischen Diskurs, anknüpfend an Gottsched, Scheibe und Lessing, immer wieder thematisiert.
Am Beispiel ausgewählter Bühnenwerke, beginnend mit Kompositionen von Johann André, G. J. Vogler und J. F. Reichardt bis hin zu Mendelssohn, Lortzing und Wagner, wird deutlich, wie verschiedenartig die Ansprüche von Autoren und Theaterleitern in Bezug auf die Schauspielmusik sein konnten, und wie die unterschiedlichen Möglichkeiten der Theater-Ensembles die Komponisten beeinflussten. Die Spanne reicht von weitgehend beliebigen Arrangements mit größtmöglichem „Wiederverwendungswert“ bis hin zu groß angelegten „analogen“, d. h. ausschließlich auf ein bestimmtes Schauspiel bezogenen, vorbildhaften Kompositionen (z. B. Beethovens Egmont, Webers Preciosa, Mendelssohns Sommernachtstraum-Musik).
Besonderes Interesse gilt der Problematik der Edition von Schauspielmusiken, die durch ihre enge Bindung an das Drama einen fachübergreifenden Austausch unter Literatur-, Theater- und Musikwissenschaftlern erforderlich macht. Hier zeigt sich, dass kaum eine „Patentlösung“ zu finden ist; vielmehr stellt jeder Komponist, jedes Werk andere Ansprüche an den Editor. Ausgehend von einem Grundkonsens, der die wechselseitige Bedingtheit von Drama und Musik unterstreicht, führen nur individuelle, vom einzelnen Werk ausgehende Strategien zu einer adäquaten Wiedergabe in der Edition.
Details
Bindung: Hardcover
ISBN: 978-3-7957-0383-7
Inhaltstext: Abkürzungsverzeichnis
Anstelle eines Vorworts: ...die Vermählung der Musik mit der Rede
Zwischen höfischer Repräsentation und bürgerlicher Unterhaltung. Umbrüche in der deutschen Theaterlandschaft zwischen 1790 und 1830
Zur Theorie der Schauspielmusik in der deutschen Aufklärung. Die Grundlegung einer Ästhetik der Schauspielmusik bei Johann Christoph Gottsched (1700-1766)?
Zur Ästhetik der frühromantischen Schauspielmusik
Zur Bedeutung Johann Andrés für die Herausbildung einer neuartigen, 'analogen' Schauspielmusik. Seine Kompositionen zu Macbeth und King Lear
Georg Joseph Voglers Beiträge zur Gattung Schauspielmusik
Die Schauspielmusiken Bernhard Anselm Webers nach Dramen Friedrich Schillers
"...ganz genau gemessenes, aufs sparsamste begleitetes Recitativ, ohne Bestimmung der Töne." Sigismund Neukomms 'musikalisch rhythmische' Notierung der Chorszenen zu Schillers Braut von Messina (1805)
Beethovens Egmont zwischen Schauspiel, Oper und Symphonischer Dichtung
Carl Maria von Webers Schauspielmusik
Die Preciosa von Pius Alexander Wolff und Carl Maria von Weber im Kontext der Brühlschen Theaterkonzeption. Anhang: Berliner Schauspielmusiken der Ära Brühl. Verzeichnis mit Nachweis der überlieferten Berliner Aufführungsmaterialien
Nur eine "Gewohnheit"? Der Zwischenakt in der Schauspielmusik der 1820er Jahre
Das Verhältnis der Ouvertüre zu den übrigen Nummern der Schauspielmusik bei Spohr, Marschner und Lortzing
Mendelssohns Schauspielmusik zum Sommernachtstraum
.
Zur Edition:
Schauspielmusik und Dramenedition
Schauspielmusiken und die Editionsprinzipien der "Neuen Schubert-Ausgabe"
Carl Maria von Webers Schauspielmusiken. Bemerkungen zur Editionspraxis der Weber-Gesamtausgabe
Über den editorischen Umgang mit Schauspielmusik in der Richard Wagner-Gesamtausgabe
.
Anhang:
Zwei oder vier?
Versuch einer Zuordnung. Der Gedankenaustausch Adolph Müllners und Carl Maria von Webers über das Lied der Brunhilde zu König Yngurd und die Probleme der Quellenlage
Register der erwähnten Personen und Werke
Abbildungsverzeichnis
Reihe: Weber-Studien
Seitenzahl: 332
Verlag: Schott Music
Bis vor wenigen Jahren wurde der Schauspielmusik, abgesehen von einzelnen herausragenden Werken, von der Musikwissenschaft kaum Beachtung geschenkt; eine historiographische Gesamtdarstellung bzw. editorische Auseinandersetzung steht noch aus. Gerade das letzte Drittel des 18. und das erste Drittel des 19. Jahrhunderts können als eine Blütezeit der Schauspielmusik angesehen werden. In diesen Jahrzehnten entstand nicht nur eine unüberschaubare Menge solcher Kompositionen; die Problematik der musikalischen Untermalung bzw. Bereicherung des Sprechtheaters wurde auch im ästhetischen Diskurs, anknüpfend an Gottsched, Scheibe und Lessing, immer wieder thematisiert.
Am Beispiel ausgewählter Bühnenwerke, beginnend mit Kompositionen von Johann André, G. J. Vogler und J. F. Reichardt bis hin zu Mendelssohn, Lortzing und Wagner, wird deutlich, wie verschiedenartig die Ansprüche von Autoren und Theaterleitern in Bezug auf die Schauspielmusik sein konnten, und wie die unterschiedlichen Möglichkeiten der Theater-Ensembles die Komponisten beeinflussten. Die Spanne reicht von weitgehend beliebigen Arrangements mit größtmöglichem „Wiederverwendungswert“ bis hin zu groß angelegten „analogen“, d. h. ausschließlich auf ein bestimmtes Schauspiel bezogenen, vorbildhaften Kompositionen (z. B. Beethovens Egmont, Webers Preciosa, Mendelssohns Sommernachtstraum-Musik).
Besonderes Interesse gilt der Problematik der Edition von Schauspielmusiken, die durch ihre enge Bindung an das Drama einen fachübergreifenden Austausch unter Literatur-, Theater- und Musikwissenschaftlern erforderlich macht. Hier zeigt sich, dass kaum eine „Patentlösung“ zu finden ist; vielmehr stellt jeder Komponist, jedes Werk andere Ansprüche an den Editor. Ausgehend von einem Grundkonsens, der die wechselseitige Bedingtheit von Drama und Musik unterstreicht, führen nur individuelle, vom einzelnen Werk ausgehende Strategien zu einer adäquaten Wiedergabe in der Edition.
Bindung: Hardcover
ISBN: 978-3-7957-0383-7
Inhaltstext: Abkürzungsverzeichnis
Anstelle eines Vorworts: ...die Vermählung der Musik mit der Rede
Zwischen höfischer Repräsentation und bürgerlicher Unterhaltung. Umbrüche in der deutschen Theaterlandschaft zwischen 1790 und 1830
Zur Theorie der Schauspielmusik in der deutschen Aufklärung. Die Grundlegung einer Ästhetik der Schauspielmusik bei Johann Christoph Gottsched (1700-1766)?
Zur Ästhetik der frühromantischen Schauspielmusik
Zur Bedeutung Johann Andrés für die Herausbildung einer neuartigen, 'analogen' Schauspielmusik. Seine Kompositionen zu Macbeth und King Lear
Georg Joseph Voglers Beiträge zur Gattung Schauspielmusik
Die Schauspielmusiken Bernhard Anselm Webers nach Dramen Friedrich Schillers
"...ganz genau gemessenes, aufs sparsamste begleitetes Recitativ, ohne Bestimmung der Töne." Sigismund Neukomms 'musikalisch rhythmische' Notierung der Chorszenen zu Schillers Braut von Messina (1805)
Beethovens Egmont zwischen Schauspiel, Oper und Symphonischer Dichtung
Carl Maria von Webers Schauspielmusik
Die Preciosa von Pius Alexander Wolff und Carl Maria von Weber im Kontext der Brühlschen Theaterkonzeption. Anhang: Berliner Schauspielmusiken der Ära Brühl. Verzeichnis mit Nachweis der überlieferten Berliner Aufführungsmaterialien
Nur eine "Gewohnheit"? Der Zwischenakt in der Schauspielmusik der 1820er Jahre
Das Verhältnis der Ouvertüre zu den übrigen Nummern der Schauspielmusik bei Spohr, Marschner und Lortzing
Mendelssohns Schauspielmusik zum Sommernachtstraum
.
Zur Edition:
Schauspielmusik und Dramenedition
Schauspielmusiken und die Editionsprinzipien der "Neuen Schubert-Ausgabe"
Carl Maria von Webers Schauspielmusiken. Bemerkungen zur Editionspraxis der Weber-Gesamtausgabe
Über den editorischen Umgang mit Schauspielmusik in der Richard Wagner-Gesamtausgabe
.
Anhang:
Zwei oder vier?
Versuch einer Zuordnung. Der Gedankenaustausch Adolph Müllners und Carl Maria von Webers über das Lied der Brunhilde zu König Yngurd und die Probleme der Quellenlage
Register der erwähnten Personen und Werke
Abbildungsverzeichnis
Reihe: Weber-Studien
Seitenzahl: 332
Verlag: Schott Music