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ARCHE

Ein Oratorium für Soli, Chöre, Orgel und Orchester


  • Besetzung: Soli, Chöre, Orgel und Orchester
  • Ausgabe: Dirigierpartitur
  • Sprache: deutsch - lateinisch

 
Beschreibung
Für die Eröffnung der Elbphilharmonie hat Jörg Widmann ein Oratorium mit dem Titel ARCHE geschrieben. Rund 300 Musiker werden beteiligt sein: Sopran- und Bariton-Soli, ein groß besetztes Orchester, zwei Chöre, ein Kinderchor.

Im Zentrum steht der Mensch in seiner fragenden Hinwendung zu Gott, von dem keine Antworten mehr kommen. Stattdessen wird die Menschheit, die doch nach Gottes Ebenbild geschaffen sein soll, von eben diesem Gott, kaum zum Leben erweckt, schon wieder in der Sintflut vernichtet werden. Zwei Kinder als Sprecher berichten, halb sachlich-unschuldig, halb ironisch distanziert, vom Schöpfungsakt (I. „Es werde Licht“) und von der Sintflut, die alle Wesen außer Noah und die Seinen tötet (II. „Die Sintflut“). In den gewaltig herabstürzenden Klangmassen erfährt der Zuhörer geradezu physisch die Gewalt dieses Vernichtungsaktes.

Wie eine glückliche Insel ist der dritte Teil „Liebe“ in der Mitte des Oratoriums platziert. Zunächst entspinnt sich ein Wechselgesang der Liebenden. Aber noch während der Chor das hohe Lied der Liebe singt, wird von einem Doppelmord aus Eifersucht berichtet – auch das kostbare Gut Liebe weiß der Mensch nicht vor dem Bösen zu bewahren.

Kein Wunder, dass die Apokalypse (IV. „Dies irae“) hereinbricht. Wieder stehen sich – in Gestalt der beiden Chöre – die Prinzipien des Guten mit lyrischen Passagen („Voca me cum benedictis“) und des Zerstörerischen mit bruitistischen Klängen („Confutatis maledictis“) gegenüber. Sopran und Bariton rufen in ihrer Verzweiflung einmal mehr um göttlichen Beistand, um Vergebung der Sünden.

Der letzte Teil beginnt mit dem Kinderchor, der sich sarkastisch auflehnt gegen das Prinzip eines strafenden Gottes. Er skandiert ein Alphabet des Horrors, nennt die Gräuel, die Gefährdungen unserer Zeit. „In god we trust“ lautet ihr Schlussappell – „in te Domine speravi“ schließt sich der Bariton an. Doch die Kindererzähler lassen diese Ausflucht nicht gelten: Zu allererst muss der Mensch selbst die Verantwortung für sein Fortbestehen übernehmen („Entzündet Liebe, wo Finsternis regiert!“). Dann wird Frieden tatsächlich möglich: Unter den Menschen und mit Gott.

Zur Ausgestaltung dieser weitreichenden Vision hat Widmann selbst Texte aus unterschiedlichen Jahrhunderten ausgewählt, von Dichtern wie Matthias Claudius (als Reminiszenz an die Stadt Hamburg), Friedrich Schiller und Klabund, von Philosophen wie Friedrich Nietzsche sowie geistliche Worte (aus der Bibel, von Franz von Assisi). Dem entspricht ein musikalischer Formenreichtum, der vom intimen Klavierlied bis zum groß besetzten Orchester samt Chören reicht, von tonalen Passagen bis zu komplexen Akkordschichtungen. Es ist ein Weltengesang, ein Kosmos, in dem sich der Mensch ungeschützt mit seinen Wünschen, Hoffnungen, Ängsten und seiner Utopie einer möglichen besseren Welt zeigt.
Details
Auftragswerk : Auftragswerk des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg
Kompositionsjahr: 2016
Orchesterbesetzung: 4 · (alle auch Picc., 3. auch Altfl., 4. auch Bassfl.) · 4 (2. auch Ob. d'am., 3. auch Engl. Hr., 4. auch Heckelphon) · 4 (2. auch Es-Klar., 3. auch Bassklar., 4. auch Kb.-Klar.) · 4 (3. und 4. auch Kfg.) - 6 (auch 2 Naturhr.) · 4 Trp. (auch 1 Trp. in hoch b) · 4 · 1 - P. S. (4 Spieler*) - 2 Hfe. · Akk. · Glasharm. · 2 Klav. (2. auch Cel.) · Org. - Sopran · Bariton · Knabensopran · 2 Kinder (Sprecher: Junge u. Mädchen) · Kinderchor · 2 gem. Chöre - Str. (16 · 14 · 12 · 10 · 8 [alle Fünfsaiter]) -

*Schlagzeugbesetzung:
I: Glsp. · Xyl. · Xylorimba · Vibr. · Röhrengl. [mit Wassereimer] · Trgl. · 3 Beck. [h/m/t] · chin. Beck · Kuhgl. · Peking Opera Gong · Tamt. · Buckelgong · kl. Tr. · gr. Tr. · Metal Chimes · 4 Kast. [sehr hoch/h/m/t] ·5 Woodbl. · Pf. · Vibra-Slap · Flex. · hg. Bronzeplatte · Donnerblech;

II: Glsp. · Xyl. · Steel Drum · Röhrengl. · Trgl. · 3 Beck. [h/m/t] · Beckenpaar · chin. Beck. · 2 Splash Beck. [h/m] · Peking Oper Gong · 3 Tamt. [h/m/t] · Wasser-Tamt. · 2 Tamb. [sehr hoch/h] · Riq [arab. Rahmentr.] · gr. Tr. · hg. Stäbe · Mar. · Ratsche · 5 Woodbl. · Vibra-Slap · Peitsche · Lotosfl.;

III: Crot. · chin. Beck. · 3 Kuhgl. [G#'/A'/H'] · Tamt. [t] · Buckelgong [Es] · 2 Tamb. [sehr hoch/h] · 2 Bong. [h/t] · kl. Tr. [offstage] · 4 Tomt. [sehr hoch/h/m/t] · gr. Tr. mit Beck. · Metal Chimes · Guiro · 4 Kast. [sehr hoch/h/m/t] · Pf. · Vibra-Slap · Rainmaker · Pistole;

IV: Crot. · Steel Drum · Plattengl. [C#/G] · Trgl. · Beck. · Tamt. · Buckelgong · Tamb. · Riq [arab. Rahmentr.] · kl. Tr. · gr. Tr. · Rototoms · Ratsche · Clav. · Flex. · hg. Bronzeplatte · Lotosfl. · Maultr. · Windmasch.) (4 Spieler)
Spieldauer: 100'0"
Untertitel: Ein Oratorium für Soli, Chöre, Orgel und Orchester
Uraufführung : 13. Januar 2017 Hamburg, Elbphilharmonie, Großer Saal (D) · Marlis Petersen, Sopran; Thomas E. Bauer, Bariton; Iveta Apkalna, Orgel · Dirigent: Kent Nagano · Philharmonisches Staatsorchester Hamburg · Chor der Hamburgischen Staatsoper; Audi Jugendchorakademie; Hamburger Alsterspatzen · Choreinstudierung: Eberhard Friedrich; Martin Steidler; Jürgen Luhn
Verlag: Schott Music
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Für die Eröffnung der Elbphilharmonie hat Jörg Widmann ein Oratorium mit dem Titel ARCHE geschrieben. Rund 300 Musiker werden beteiligt sein: Sopran- und Bariton-Soli, ein groß besetztes Orchester, zwei Chöre, ein Kinderchor.

Im Zentrum steht der Mensch in seiner fragenden Hinwendung zu Gott, von dem keine Antworten mehr kommen. Stattdessen wird die Menschheit, die doch nach Gottes Ebenbild geschaffen sein soll, von eben diesem Gott, kaum zum Leben erweckt, schon wieder in der Sintflut vernichtet werden. Zwei Kinder als Sprecher berichten, halb sachlich-unschuldig, halb ironisch distanziert, vom Schöpfungsakt (I. „Es werde Licht“) und von der Sintflut, die alle Wesen außer Noah und die Seinen tötet (II. „Die Sintflut“). In den gewaltig herabstürzenden Klangmassen erfährt der Zuhörer geradezu physisch die Gewalt dieses Vernichtungsaktes.

Wie eine glückliche Insel ist der dritte Teil „Liebe“ in der Mitte des Oratoriums platziert. Zunächst entspinnt sich ein Wechselgesang der Liebenden. Aber noch während der Chor das hohe Lied der Liebe singt, wird von einem Doppelmord aus Eifersucht berichtet – auch das kostbare Gut Liebe weiß der Mensch nicht vor dem Bösen zu bewahren.

Kein Wunder, dass die Apokalypse (IV. „Dies irae“) hereinbricht. Wieder stehen sich – in Gestalt der beiden Chöre – die Prinzipien des Guten mit lyrischen Passagen („Voca me cum benedictis“) und des Zerstörerischen mit bruitistischen Klängen („Confutatis maledictis“) gegenüber. Sopran und Bariton rufen in ihrer Verzweiflung einmal mehr um göttlichen Beistand, um Vergebung der Sünden.

Der letzte Teil beginnt mit dem Kinderchor, der sich sarkastisch auflehnt gegen das Prinzip eines strafenden Gottes. Er skandiert ein Alphabet des Horrors, nennt die Gräuel, die Gefährdungen unserer Zeit. „In god we trust“ lautet ihr Schlussappell – „in te Domine speravi“ schließt sich der Bariton an. Doch die Kindererzähler lassen diese Ausflucht nicht gelten: Zu allererst muss der Mensch selbst die Verantwortung für sein Fortbestehen übernehmen („Entzündet Liebe, wo Finsternis regiert!“). Dann wird Frieden tatsächlich möglich: Unter den Menschen und mit Gott.

Zur Ausgestaltung dieser weitreichenden Vision hat Widmann selbst Texte aus unterschiedlichen Jahrhunderten ausgewählt, von Dichtern wie Matthias Claudius (als Reminiszenz an die Stadt Hamburg), Friedrich Schiller und Klabund, von Philosophen wie Friedrich Nietzsche sowie geistliche Worte (aus der Bibel, von Franz von Assisi). Dem entspricht ein musikalischer Formenreichtum, der vom intimen Klavierlied bis zum groß besetzten Orchester samt Chören reicht, von tonalen Passagen bis zu komplexen Akkordschichtungen. Es ist ein Weltengesang, ein Kosmos, in dem sich der Mensch ungeschützt mit seinen Wünschen, Hoffnungen, Ängsten und seiner Utopie einer möglichen besseren Welt zeigt.
Auftragswerk : Auftragswerk des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg
Kompositionsjahr: 2016
Orchesterbesetzung: 4 · (alle auch Picc., 3. auch Altfl., 4. auch Bassfl.) · 4 (2. auch Ob. d'am., 3. auch Engl. Hr., 4. auch Heckelphon) · 4 (2. auch Es-Klar., 3. auch Bassklar., 4. auch Kb.-Klar.) · 4 (3. und 4. auch Kfg.) - 6 (auch 2 Naturhr.) · 4 Trp. (auch 1 Trp. in hoch b) · 4 · 1 - P. S. (4 Spieler*) - 2 Hfe. · Akk. · Glasharm. · 2 Klav. (2. auch Cel.) · Org. - Sopran · Bariton · Knabensopran · 2 Kinder (Sprecher: Junge u. Mädchen) · Kinderchor · 2 gem. Chöre - Str. (16 · 14 · 12 · 10 · 8 [alle Fünfsaiter]) -

*Schlagzeugbesetzung:
I: Glsp. · Xyl. · Xylorimba · Vibr. · Röhrengl. [mit Wassereimer] · Trgl. · 3 Beck. [h/m/t] · chin. Beck · Kuhgl. · Peking Opera Gong · Tamt. · Buckelgong · kl. Tr. · gr. Tr. · Metal Chimes · 4 Kast. [sehr hoch/h/m/t] ·5 Woodbl. · Pf. · Vibra-Slap · Flex. · hg. Bronzeplatte · Donnerblech;

II: Glsp. · Xyl. · Steel Drum · Röhrengl. · Trgl. · 3 Beck. [h/m/t] · Beckenpaar · chin. Beck. · 2 Splash Beck. [h/m] · Peking Oper Gong · 3 Tamt. [h/m/t] · Wasser-Tamt. · 2 Tamb. [sehr hoch/h] · Riq [arab. Rahmentr.] · gr. Tr. · hg. Stäbe · Mar. · Ratsche · 5 Woodbl. · Vibra-Slap · Peitsche · Lotosfl.;

III: Crot. · chin. Beck. · 3 Kuhgl. [G#'/A'/H'] · Tamt. [t] · Buckelgong [Es] · 2 Tamb. [sehr hoch/h] · 2 Bong. [h/t] · kl. Tr. [offstage] · 4 Tomt. [sehr hoch/h/m/t] · gr. Tr. mit Beck. · Metal Chimes · Guiro · 4 Kast. [sehr hoch/h/m/t] · Pf. · Vibra-Slap · Rainmaker · Pistole;

IV: Crot. · Steel Drum · Plattengl. [C#/G] · Trgl. · Beck. · Tamt. · Buckelgong · Tamb. · Riq [arab. Rahmentr.] · kl. Tr. · gr. Tr. · Rototoms · Ratsche · Clav. · Flex. · hg. Bronzeplatte · Lotosfl. · Maultr. · Windmasch.) (4 Spieler)
Spieldauer: 100'0"
Untertitel: Ein Oratorium für Soli, Chöre, Orgel und Orchester
Uraufführung : 13. Januar 2017 Hamburg, Elbphilharmonie, Großer Saal (D) · Marlis Petersen, Sopran; Thomas E. Bauer, Bariton; Iveta Apkalna, Orgel · Dirigent: Kent Nagano · Philharmonisches Staatsorchester Hamburg · Chor der Hamburgischen Staatsoper; Audi Jugendchorakademie; Hamburger Alsterspatzen · Choreinstudierung: Eberhard Friedrich; Martin Steidler; Jürgen Luhn
Verlag: Schott Music
Dirigent: Kent Nagano
Orchester: Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
2017-01-13 | Hamburg (Deutschland), Elbphilharmonie, Großer Saal