Schott Music

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1. Dezember 2020

Eugène Ysaÿe: Erstveröffentlichung einer wieder entdeckten Solo-Sonate für Violine

Schott Music präsentiert die Erstveröffentlichung der „Sonate posthume“ op. 27bis des belgischen „Königs der Violine“, Eugène Ysaÿe. Sie entstand im Umfeld von Ysaÿes berühmten Zyklus aus sechs Solo-Sonaten für Violine und ist diesen künstlerisch ebenbürtig. Fast hundert Jahre musste das Violinrepertoire ohne dieses Werk auskommen, bis es kürzlich in einem Konvolut der Bibliothek des Koninklijk Conservatorium in Brüssel übergeben wurde. Dem Violinisten Philippe Graffin gelang es im Jahr 2018, Lücken in den 1923 entstandenen Kompositionsskizzen zu schließen und das Werk im Brüsseler Kulturzentrum BOZAR zur Uraufführung zu bringen. Die Notenausgabe ist soeben in der Schott-Violinbibliothek unter der Nummer VLB 226 erschienen.

„Es handelt sich hier um ein bei Ysaÿe einzigartiges, faszinierendes Experiment mit Doppelgrifftechniken auf der Violine. Und es ist schwer zu erklären, warum diese wundervolle Musik unvollendet geblieben ist und wie ein so schöner Satz wie die Canzona dem Repertoire für Violine für so lange Zeit vorenthalten blieb.“ – Philippe Graffin

Nach dem Tod des Komponisten gingen mehrere seiner Skizzenbücher in den Besitz nahestehender Wegbegleiter über. Besagtes Skizzenbuch wurde von dem englischen Violinisten Philip Newman aufbewahrt, der Ysaÿe besonders nahestand. Nach Newmans Tod im Jahr 1966 wurde ein großer Teil von dessen musikalischen Besitztümern an eine enge Freundin übergeben, der Violinistin Josette Lavergne aus Ostende. Inzwischen ist das Manuskript als „Lavergne-Manuskript“ bekannt und im Koninklijk Conservatorium in Brüssel archiviert.

Das Skizzenbuch enthält Material aus der dritten, fünften und sechsten Solosonate sowie aus der Sonate op. 28 für Violoncello solo. Zudem gibt es einen gut lesbaren und klar notierten ersten Entwurf zu einem anderen Werk, bestehend aus drei aufeinander folgenden Sätzen, mit der Überschrift „6ème Sonate, à Quiroga“. Bei diesem Stück handelt es sich um einen früheren Versuch, den Zyklus aus sechs Sonaten mit einer Sonate in C-Dur/C-moll enden zu lassen. Demzufolge ist das vorliegende Werk im Umkreis der anderen Solosonaten entstanden und wurde wie diese im Sommer 1923 in Knokke-Le-Zoute geschrieben.

23. April 2018

Werk der Woche – Luigi Dallapiccola: Il prigioniero

In seiner Kurzoper Il prigioniero von 1949 stellt Luigi Dallapiccola Fragen nach Glaube, Liebe, Hoffnung und Freiheit – Themen, die bis heute nicht an Aktualität verloren haben. Am Opernhaus Stuttgart feiert der Einakter des italienischen Komponisten nun am 26. April 2018 Premiere. Regie führt Andrea Breth, das Bühnenbild stammt von Martin Zehetgruber und es spielt das Staatsorchester Stuttgart unter der Leitung von Franck Ollu. Die Inszenierung ist in Koproduktion mit dem Theater La Monnaie/De Munt in Brüssel entstanden und war dort im Januar dieses Jahres zu sehen. „Werk der Woche – Luigi Dallapiccola: Il prigioniero“ weiterlesen

5. Dezember 2016

Werk der Woche – Krzysztof Penderecki: Quartetto per archi no. 4

Am 11. Dezember 2016 gelangt in der Londoner Wigmore Hall das Quartetto per archi no. 4 von Krysztof Penderecki zur Uraufführung. Das Stück wurde für das in London von der rumänischen Geigerin Corina Belcea gegründete Belcea Quartet geschrieben. Unter den Auftraggebern finden sich neben der Wigmore Hall Konzerthäuser in Brüssel, Madrid und Warschau mit Unterstützung mehrerer Stiftungen. „Werk der Woche – Krzysztof Penderecki: Quartetto per archi no. 4“ weiterlesen