Schott Music

Skip to Main Content »

16. November 2020

Uraufführung in Reutlingen: Adagio von Fazil Say zum Jubiläum der Württembergischen Philharmonie

Am 16. November bringt die Württembergische Philharmonie Reutlingen Adagio von Fazil Say zur Uraufführung. Unter der Leitung des ehemaligen Chefdirigenten Ola Rudner erklingt damit ein neues Orchesterwerk, das Say dem Orchester zum 75jährigen Bestehen – und bereits unter dem Eindruck der Coronakrise – komponierte.

Das Konzert ist über den unten stehenden Link ab 20:15 im Livestream zu sehen. Sie können die Partitur des Stücks auf unserer Website herunterladen und beim Hören mitlesen.

12. Oktober 2020

Werk der Woche – Gerald Barry: No People.

Am 18. Oktober bringen das Ensemble Musikfabrik und Dirigent Mariano Chiacchiarini im Rahmen der Donaueschinger Musiktage Gerald Barrys neues Werk No People. für 13 Instrumente zur Uraufführung. Die Komposition wurde vom SWR in Auftrag gegeben und ist eine Fassung eines gleichnamigen früheren Werks von Barry. 


Hinweis der Redaktion:
Nach Veröffentlichung dieses Artikels wurden die Donaueschinger Musiktage 2020 leider abgesagt. Wir möchten Ihnen dieses interessante Werk dennoch vorstellen. 


„Werk der Woche – Gerald Barry: No People.“ weiterlesen

14. September 2020

Werk der Woche – Toshio Hosokawa: The Flood

In der Philharmonie de Paris findet am 16. September die Uraufführung eines neuen Werks von Toshio Hosokawa statt. Das Ensemble intercontemporain unter der Leitung von Matthias Pintscher präsentiert The Flood, ein Ensemblestück, das gemeinsam mit dem Ojai Music Festival bei dem japanischen Komponisten in Auftrag gegeben worden war. Eigentlich hätte es schon im Juni bei dem kalifornischen Festival erstmals gespielt werden sollen; wegen der Corona-Pandemie musste die Veranstaltung jedoch ausfallen. 

„Werk der Woche – Toshio Hosokawa: The Flood“ weiterlesen

7. September 2020

Werk der Woche – Jörg Widmann: Zeitensprünge

Auf eine stolze Geschichte von 450 Jahren blickt die Staatskapelle Berlin zurück. 1570 wurde sie als “Kurfürstliche Hofkapelle” erstmals urkundlich erwähnt. Für den Festakt am 11. September 2020 hat das Orchester Jörg Widmann mit der Komposition eines neuen Werks beauftragt. Zeitensprünge heißt die neue Komposition, die nun unter der Leitung von Daniel Barenboim in der Staatsoper Unter den Linden uraufgeführt wird. 

Auf musikalische Zeitreisen und auf stilistische Seitensprünge verweist Widmann mit seinem vielsagenden Titel. Denn in Zeitensprünge nimmt er immer wieder die Ästhetik verschiedener Epochen in der Geschichte des Orchesters in den Blick: Gleich am Anfang spielt ein Ensemble hinter der Bühne einen Renaissance-Tanz, etwa im Stil von Tilman Susato. Erst nach dem die Musizierenden nach und nach die Bühne betreten, wird das Dirigieren “erfunden” und ein Konzert nach heutigem Verständnis entspinnt sich.

Jörg Widmann – Zeitensprünge: ein Konzert für Orchester en miniature

Auf 450 Takte, symbolisch für das Alter des Orchesters, und damit 10 Minuten Spielzeit beschränkt sich Widmann. Doch darin verbirgt sich ein vielgestaltiges und vollgültiges Konzert für Orchester. Alle Instrumentengruppen erhalten Solopassagen, es gibt Teilensembles wie Fanfaren, mittelalterliche Bläsermusik und Gamben-Consorts sowie eine Fülle musikalischer Formen bis hin zum Kanon, der wie keine andere den Einklang der Vielen symbolisiert. 

Wenn ich vor dem Notenblatt sitze, denke ich nicht unaufhörlich: Du musst etwas Neues erfinden. Überhaupt nicht. Ich habe viele Harmonien im Kopf, die es noch nicht gab, Zusammenklänge, Kombinationen. Mein Problem ist es, dafür eine Form zu finden. Ich bin in einer Phase, wo ich mir neue Formen erkämpfe. – Jörg Widmann

Fotos: Marco Borggrve, Adobe Stock / spuno

5. Juni 2020

Uraufführung in Berlin: „Texture“ von Toshio Hosokawa

Das neue Stück Texture des japanischen Komponisten Toshio Hosokawa wird am 7. Juni in der Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker uraufgeführt. Es spielt das Philharmonische Oktett Berlin.

Texture entstand im Auftrag der Stiftung Berliner Philharmoniker und der Japan Arts Corporation für das Oktett und ist diesem Ensemble auch gewidmet. Die Besetzung entspricht der des Schubert-Oktetts D803, die unter anderem auch Jörg Widmann in seinem Oktett von 2004 verwendet: Klarinette, Fagott, Horn, zwei Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass.

Hosokawa teilt diese Besetzung in zwei Gruppen: ein Streichquartett und ein Bläsertrio mit Kontrabass. Beide spielen Melodien mit einer lebhaften, an Kalligrafie erinnernden Struktur – zwanglose Linien fernöstlicher Pinselstriche, die im übertragenen Sinne Hosokawas Musik stets kennzeichnen. In diesem Stück vereinen sich Gegensätze wie die von Yin und Yang, Weiblichkeit und Männlichkeit, Höhe und Tiefe, Stärke und Schwäche oder auch Licht und Dunkel, die ohne einander unvollständig sind.

Toshio Hosokawa
Texture (2020)
for octet

Uraufführung: 6. Juni 2020, 19:00 Uhr · Philharmonie Berlin · Philharmonisches Oktett Berlin: Wenzel Fuchs (Klarinette), Mor Biron (Fagott), Stefan Dohr (Horn), Daishin Kashimoto, Romano Tommasini (Violinen), Amihai Grosz (Viola), Christoph Igelbrink (Violoncello), Esko Laine (Kontrabass)

24. Februar 2020

Werk der Woche – Pierre Jalbert: Ephemeral Objects

Am 28. Februar feiert die Komposition Ephemeral Objects für Klavier und Violoncello von Pierre Jalbert ihre Uraufführung. Anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums hat die Middlebury Performing Arts Series das Stück in Auftrag gegeben. David Finckel (Cello) und Wu Han (Klavier) werden im Middlebury College, im US-Bundesstaat Vermont, das Werk spielen. „Werk der Woche – Pierre Jalbert: Ephemeral Objects“ weiterlesen

16. Februar 2020

Werk der Woche – Christian Jost: Egmont

Am 17. Februar findet die Uraufführung der neuen Oper von Christian Jost, Egmont, in Wien statt. Zum Beethoven-Jahr 2020 hat der Intendant des Theaters an der Wien, Roland Geyer, das Werk in Auftrag gegeben. Michael Boder wird die Oper dirigieren, Regie führt Keith Warner und auf der Bühne stehen neben anderen Angelika Kirchschlager, Maria Bengtsson, Edgaras Montvida und Bo Skovhus.  „Werk der Woche – Christian Jost: Egmont“ weiterlesen

23. November 2017

Extravagante Besetzung: Konzert für Tubaquartett von Stefan Heucke

 

Gleich vier Tubisten treten in dem neuen Werk von Stefan Heucke ins Rampenlicht. Concerto grosso Nr. 1 für Tubaquartett und Orchester, op. 82 wird am 1. Dezember 2017 im Kulturpalast Dresden von dem Melton Tuba Quartett uraufgeführt.

Ein konzertantes Stück für diese extravagante Besetzung steht bis jetzt (von einer Ausnahme abgesehen) ohne Beispiel da. Ich stelle dem Tubaquartett ein groß besetztes Streichorchester, erweitert durch Pauken, Schlagzeuge und Harfe zur Seite und verzichte bewusst auf Bläser, damit die Wirkung der Tuben unangefochten bleibt. 

Die vier Solisten sind dem Orchester sowohl als Quartett, in unterschiedlichsten Duo- und Trio-Kombinationen als auch jeweils einzeln gegenüber gestellt. Jeder der drei Sätze hat eine andere Quartettbesetztung, der erste ist mit drei F- und einer B-Tuba, der zweite mit zwei Euphonien und zwei F-Tuben, der dritte mit einem Euphonium, zwei F-Tuben und einer B-Tuba. – Stefan Heucke

24. Oktober 2016

Werk der Woche – Stefan Heucke: Baruch ata Adonaj

Werk der Woche: Baruch ata Adonaj von Stefan Heucke

Am 27. Oktober wird in Bochum das Anneliese Brost Musikforum Ruhr eingeweiht. Zu diesem feierlichen Anlass wird ein neues Werk von Stefan Heucke zur Uraufführung gebracht: Die Auftragskomposition Baruch ata Adonaj (Gesegnet seist du, Herr) ist eine Kantate auf einen hebräischen Segenstext für Bariton, drei Knabenstimmen, Chor und Orchester. An der Aufführung beteiligt sind die Auftragsgeber selbst, die Bochumer Symphoniker unter der Leitung von Steven Sloane, sowie das ChorWerk Ruhr und der Philharmonische Chor Bochum. Solisten sind der Bariton Martijn Cornet und Knaben der Chorakademie Dortmund.

„Werk der Woche – Stefan Heucke: Baruch ata Adonaj“ weiterlesen

30. Mai 2016

Werk der Woche – Hans Werner Henze: Suite „Die Zikaden“

Ingeborg Bachmann und Hans Werner Henze

Am 1. Juni 2016 wäre Hans Werner Henze 90 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass wird nun die Suite „Die Zikaden“ aus Orchesterstücken zu einem Hörspiel von Ingeborg Bachmann posthum uraufgeführt. Das Stück wird am 1. Juni im Stadtcasino Basel unter der musikalischen Leitung von Dennis Russel Davies mit dem Symphonieorchester Basel zu hören sein. Eine Wiederholung des Konzerts findet am 2. Juni, ebenfalls im Stadtcasino, und am 3. Juni mit derselben Besetzung im Temple du Bas in Neuchâtel statt. „Werk der Woche – Hans Werner Henze: Suite „Die Zikaden““ weiterlesen