Willkommen bei WERGO – Neue Musik seit über 50 Jahren

Hans Zender: ¿Adónde? Wohin?

4. November 2016
Adónde? Wohin? Adónde? Wohin?
18,50 €

Hans Zen­der hat der zen­tra­len Kate­go­rie “Har­mo­nik” zu beson­de­rer, wie­derum “gegen­stre­bi­ger” Kon­tur ver­hol­fen. Er hat den Umgang mit Mik­ro­in­ter­val­lik bis zur Zwölf­tel­tö­nig­keit vor­an­ge­trie­ben und unter­teilt die Oktave dem­nach in 72 Klein­st­in­ter­valle. Der Umgang mit Mik­ro­in­ter­val­lik bedarf gro­ßer vokal-instru­men­ta­ler Sou­ve­rä­ni­tät.
Die vier Kom­po­si­tio­nen, die sich auf die­ser CD zum ers­ten Mal zyklisch prä­sen­tie­ren, sind durch­drun­gen von die­sem ebenso kom­ple­xen wie sub­ti­len har­mo­ni­schen Den­ken. Sie zei­gen seine rei­chen Mög­lich­kei­ten, aber auch seine Fra­gi­li­tät.

Rolf Riehm: Shifting | Archipel Remix

Shifting / Archipel Remix Shifting / Archipel Remix
18,50 €

Seine Kom­po­si­tion “Archi­pel Remix” für Orches­ter mit elek­tro­ni­schen Zuspie­lun­gen begreift Riehm als ein “Archi­pel, einen Kom­plex von Inseln, bestehend aus unter­schied­lich aus­ge­dehn­ten Inseln. […] Das Stück fängt vorne an und hört hin­ten auf, wie auch anders, aber ich möchte [den natür­li­chen Zeit­ab­lauf] unter­lau­fen. Daher die Meta­pho­rik des Archi­pels und die Art der Bezeich­nung.” (Marion Saxer, Rolf Riehm)

Edition Musikfabrik: Schlamm

Schlamm Schlamm
18,50 €

Alles Leben kommt aus dem Urschlamm. Und alles Leben wird sich am Ende wie­der darin auf­lö­sen. Diese Folge der Edi­tion Musik­fa­brik legt das Ohr an den Klär­schlamm und in den “Ozean von Ja und Nein”. Sie erschau­dert am Ende der Welt vor der erha­be­nen Natur und sucht sie mit kom­po­nier­ten Kon­glo­me­ra­ten zu über­tref­fen, sie lässt sich lebend begra­ben und isst sich drei­mal wie­der aus der Erde her­aus.
Vier fas­zi­nie­rende Ver­su­che, die Natur zu begrei­fen und den Platz des Men­schen aus­zu­lo­ten.

Walter Zimmermann: Voces Abandonadas

7. Oktober 2016
Voces Abandonadas Voces Abandonadas
18,50 €

Wal­ter Zim­mer­manns Musik ist oft intro­ver­tiert, bis­wei­len grüb­le­risch sto­ckend, aber auch hin­ter­grün­dig intim. Durch­strö­men­der Atem, große Ges­ten oder empha­ti­sche For­men sind ihr fremd. Zim­mer­mann fand sei­nen Ort abseits der Strö­mun­gen der Avant­garde von Darm­stadt und Köln; den  neo­ex­pres­sio­nis­ti­schen Ten­den­zen, die in den 1970er Jah­ren ein­setz­ten, stand er dis­tan­ziert gegen­über. Er erstrebte Sim­pli­zi­tät, ori­en­tierte sich am Indi­vi­dua­lis­mus US-ame­ri­ka­ni­scher Kom­po­nis­ten, auch an der Dia­to­nik des frü­hen Cage. Seine Werke sind indi­vi­du­ell, zugleich eigen und  unver­wech­sel­bar.

Auf der vor­lie­gen­den CD spielt Nico­las Hod­ges Kla­vier­werke aus den fünf Jah­ren von 2001 bis 2006. Kla­vier­mu­sik erlaubt die Rei­hung struk­tu­rel­ler Ein­hei­ten; sie ist für Zim­mer­mann eine Art Labo­ra­to­rium sei­nes  kom­po­si­to­ri­schen Han­delns. „Voces aban­do­na­das“ basiert auf zwei  Samm­lun­gen von Apho­ris­men des argen­ti­ni­schen Lyri­kers Anto­nio Por­chia.

Pēteris Vasks: Flute Concerto | Symphony No. 3

Flute Concerto / Symphony No. 3 Flute Concerto / Symphony No. 3
18,50 €

Pēte­ris Vasks Dritte Sym­pho­nie (2004/05) ist in der bal­tisch-fin­ni­schen Stil­sphäre behei­ma­tet. Die Ent­ste­hung der Sym­pho­nie ist der Fil­har­mo­nia Tam­pere zu dan­ken, die beim Kom­po­nis­ten ein „Ein­spiel­stück“ von 15 bis 20 Minu­ten Dauer bestellte. Indem sich Vasks der Eigen­dy­na­mik sei­ner inne­ren Stim­men über­ließ, ent­stand eine sin­fo­ni­sche Land­schaft von mehr als vier­zig Minu­ten Spiel­zeit: sein bis­her längs­tes und gedan­ken­reichs­tes Orches­ter­werk.

Mit sei­ner Sym­pho­nie habe er von der Schön­heit der von Gott geschaf­fe­nen Welt, vom Schick­sal der Mensch­heit und vom Schick­sal sei­nes Vol­kes erzäh­len wol­len, erklärte der Kom­po­nist. Die Sym­pho­nie rede „von Liebe und Gesin­nungs­treue; von Ver­lus­ten und der Fähig­keit, auf­zu­ste­hen und fort­zu­schrei­ten. Und schließ­lich vom end­lo­sen Kampf zwi­schen Licht und Dun­kel.

Barbara Heller: Herbstmusik

Herbstmusik Herbstmusik
18,50 €

Die in 1936 in Lud­wigs­ha­fen am Rhein gebo­rene Kom­po­nis­tin Bar­bara Hel­ler ist süch­tig nach Klän­gen. Die Suche nach Klän­gen – ver­lo­re­nen, ver­schüt­te­ten, unent­deck­ten oder bis­her unbe­ach­te­ten, prägt ihr Leben.
Diese CD stellt ein Por­trät der von ihr für Streich­in­stru­mente gefun­de­nen Klänge dar. Neun Werke span­nen einen Bogen ihres künst­le­ri­schen Schaf­fens von 1958 bis 2014.

Eröff­net wird die CD mit Bar­bara Hel­lers 2008 ent­stan­de­nem 3. Streich­quar­tett “Patch­work” („Flick­werk“ oder „Fli­cken­tep­pich“). Spie­le­risch flie­ßende Figu­ren, häu­fig im piz­zi­cato, wech­seln sich mit ste­hen­den Klang­flä­chen ab. Von Hel­ler als Tri­to­nus-Stu­die kon­zi­piert, besteht das Ton­ma­te­rial durch­ge­hend aus  Ganz­ton­ver­hält­nis­sen.

Thierry Pécou: Orquoy | Changó | Marcha de la Humanidad

9. September 2016

Mit den Wer­ken von Thi­erry Pécou ist ein Ton in die zeit­ge­nös­si­sche Musik Euro­pas zurück­ge­kehrt, den man schon bei­nahe ver­ges­sen glaubte: Es ist der Ton Latein­ame­ri­kas.
Thi­erry Pécou ist Fran­zose, und sein Latein­ame­rika ist das Pro­dukt einer schöp­fe­ri­schen Fan­ta­sie, ent­stan­den aus dem Bedürf­nis, den vor­ko­lum­bia­ni­schen, weit­ge­hend ver­schüt­te­ten Kul­tu­ren Mit­tel- und Süd­ame­ri­kas nach­zu­spü­ren.

Jō Kondō: Bonjin. Chamber Music

Bonjin. Chamber Music Bonjin. Chamber Music
18,50 €

Was geschieht, wenn Kom­po­nist und Hörer iden­tisch sind? Auf diese Fra­ge­stel­lung ist Jō Kon­dōs Arbeits­me­thode aus­ge­rich­tet. Wenn der Kom­po­nist nie­mand ande­res als ein neu­gie­ri­ger Zuhö­rer ist, muss er sich selbst über­ra­schen kön­nen und sich jeg­li­chen Vor­wis­sens und Vor­ha­bens. Jō Kondō, 1947 in Tokio gebo­ren, wurde auf sei­nem gesam­ten Bil­dungs­weg in Japan nahezu aus­schließ­lich von tra­di­tio­nel­ler west­li­cher Kunst­mu­sik geprägt. Für den krea­ti­ven Vor­gang emp­fin­det er diese Prä­gung als Beschrän­kung und damit als größte Her­aus­for­de­rung: „Die Musik, mit der man auf­ge­wach­sen ist, ist wie ein Käfig, aus dem man aus­bre­chen muss.“

Die Form von Impro­vi­sa­tion, die Jō Kondō ver­wen­det, gleicht der Impro­vi­sa­tion im her­kömm­li­chen Sinne nur bedingt. Kondō impro­vi­siert nicht am Instru­ment, son­dern am Noten­pa­pier, und zwar Note für Note. „Ich schreibe die erste Note nie­der. Diese ist ein belie­bi­ger Ton. Dann höre ich mir die­sen Ton in der Vor­stel­lung immer und immer wie­der an, bis der zweite Ton auf­taucht. Und so geht die­ser Pro­zess wei­ter. Das ist mein Begriff von Impro­vi­sa­tion.“ (Jō Kondō)

Enjott Schneider: Shadows in the Dark | Schatten im Dunkel

“Schat­ten im Dun­kel“ ist die fünfte der auf 10 CDs ange­leg­ten Edi­tion Enjott Schnei­der bei WERGO: Die­ses Mal lädt Enjott Schnei­der mit zwei Solo­kon­zer­ten und einem Dop­pel­kon­zert zu einer emo­tio­na­len Hör-Reise „ins Dun­kel“ ein – der Ver­gan­gen­heit, der Mytho­lo­gie und der Psy­che.

Enjott Schnei­ders „Phoe­nix“ bezieht sich auf den sagen­um­wo­be­nen Vogel, der als Sym­bol der Unsterb­lich­keit, der Auf­er­ste­hung und des Lebens nach dem Tode bekannt ist: Der Phoe­nix ver­brennt sich selbst, um dann in immer­wäh­ren­dem Zyklus aus der Asche wie­der auf­zu­er­ste­hen. Das gleich­na­mige Kon­zert, das zunächst als Gleich­nis von der ewi­gen Wie­der­kehr des „Immer Schö­nen“ aus Chaos, Schutt und Asche kon­zi­piert war, erhielt gleich­zei­tig einen beklem­men­den rea­len Aspekt, ver­bun­den mit Abschied, Leid und Trauer.

Newsletter

Ort

Adresse: Schott Music GmbH & Co. KG Weihergarten 5 55116 Mainz

Mail to: info@schott-music.com

Telefon: +49 6131 246-0