Schott Music

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Michel Roth: Im Bau
Live-Reportage oder Musiktheaterproduktion? In seinem Stück „Im Bau“ spielt Michel Roth mit Studioklängen und Live-Aufnahmen und will sich nicht auf ein Genre festlegen. Der Schweizer Komponist hat den Text von Kafkas Erzählung „Der Bau“ für die Bühne adaptiert und im Auftrag des Ensemble æquatuor, von Lucerne Festival und Theater Basel ein etwa einstündiges Monodram „Im Bau. Fünfzehn Klangräume nach Franz Kafka“ kom­poniert.
Im Bau


Big Data
Big Data – der Titel ist Programm! Das Decoder Ensemble stellt die Frage nach Möglichkeiten und Konsequenzen der schrankenlosen Verfügbarkeit von Medien im digitalen Zeitalter. Remix, Copy & Paste, Sampling und Recycling sind heute gängige Verfahren, die in den Stücken in unterschiedlichsten Ausprägungen fokussiert werden.
Big Data


Erwin Schulhoff: Ironien. Klavierwerke
1894 in Prag geboren, fiel der deutsch-jüdische Komponist 1941 den Kriegswirren zum Opfer – wodurch die Entfaltung seines so eigenständigen Werkes unterbrochen und seine Musik fast in Vergessenheit geriet. Umso wertvoller ist die hier unternommene Repertoirepflege dieses vielseitigen Vertreters der schillernden Moderne in den Zwischenkriegsjahren.
Erwin Schulhoff: Ironien. Klavierwerke


Edition Musikfabrik: Erbe
Wie kaum eine Persönlichkeit der Musikgeschichte hat sich Harry Partch befreit von den Zwängen musikalischer Konventionen. Er hat nicht nur die Trampelpfade der Konservatorien verlassen, sondern auch sein eigenes mikrotonales Tonsystem entwickelt, und dieses in spektakulär-schönen, archaisch-wilden und zugleich kantig-modernen Musikinstrumenten gebannt, die für die Aufführung seiner Werke unabdingbar sind.
Edition Musikfabrik: Erbe


Manfred Trojahn: Streichquartett Nr. 2
Manfred Trojahn wurde 1979/80 an die Villa Massimo nach Rom eingeladen, wo er für den französischen Rundfunk an seinem zweiten Quartett arbeitete. Was wie ein Volltreffer für einen jungen Komponisten klingt, entpuppte sich für Trojahn als schwierige Lebensphase – davon erzählt das Quartett mit seinem Spannungsfeld von aufpeitschenden Emotionen und Stillstand, Schroffheiten und beinahe zärtlichen Lyrismen.
Manfred Trojahn: Streichquartett Nr. 2


Coriún Aharonián: Una Carta
Es sind heftige Klanggesten und explosive Debatten, die die Arbeit von Coriún Aharonián ausmachen. Eine extreme Intensität, die aus der aktiven Auseinandersetzung des Komponisten mit seiner historischen und gegenwärtigen Umgebung rührt. Diese zeigt sich in Klanggesten maximaler widerständiger Kraft und Aktivität im Sinne eines lateinamerikanischen kulturellen Widerstandes.
Coriún Aharonián: Una Carta


Enno Poppe: Rundfunk
Enno Poppes „Rundfunk“ feiert das Spiel und die MusikerInnen. So gesehen kann man dieses Werk als „post-digitale“ Musik benennen: Das Stück gibt der Elektronischen Musik den Körper zurück und transzendiert die Elektronische Musik in den Spielenden. In „Rundfunk für neun Synthesizer“ verwendet Poppe historische Klänge – keine historischen Instrumente. Als Instrumentarium dienen neun Computer und neun Keyboards.
Enno Poppe: Rundfunk


Peter Eötvös: Halleluja | Alle Vittime senza Nome
„Halleluja – Oratorium balbulum“ ist ein Porträt über unsere Zeit, sagt Peter Eötvös. Es ist ein sarkastisches Werk mit postmodernen Potpourri-Passagen quer durch die Musikgeschichte. „Alle vittime senza nome“ ist ein reines Orchesterwert, das ohne Sprache auskommt und doch von Bildern und Erlebnissen unserer Zeit spricht. In drei Sätzen zeichnet die Musik den Weg der Schutzsuchenden nach, in einer freien Erzählweise, die feine Solopassagen kennt und weite orchestrale Wellen nimmt.
Peter Eötvös: Halleluja | Alle Vittime senza Nome