Schott Music

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11. April 2022

Werk der Woche – Christian Jost: Die arabische Nacht

Ein Hochhaus im Sommer, das Wasser fällt aus. In Christian Josts Oper Die arabische Nacht treffen die Bewohner:innen auf der Suche nach der Störung aufeinander und entkommen dabei ihrer selbstverschuldeten Isolation. Die Staatsoper Unter den Linden Berlin feiert am 14. April im Rahmen der Reihe LINDEN21 die Premiere der Kammeroper, die auf dem gleichnamigen Schauspiel von Roland Schimmelpfennig basiert. Die musikalische Leitung übernimmt Philipp Armbruster, Marcin Łakomicki führt Regie.

Die Suche nach Wasser in Die arabische Nacht von Christian Jost

An einem schwülen Sommerabend ist der Hausmeister Lomeier auf dem Weg in die oberen Stockwerke, die nicht mehr mit Wasser versorgt werden. Er trifft auf Fatima, die gemeinsam mit Franziska in einer der Mietwohnungen lebt. Franziska vergisst am Tag, wer sie ist, deshalb schläft sie meist und lebt in dieser Nacht vor allem in ihrem Traum von einer arabischen Sommernacht. Fatimas Freund Kalil und der Nachbar Karpati machen sich auf den Weg zur Wohnung, in der nur Franziska über Wasser zu verfügen scheint. Die Schicksale der Figuren überlagern sich, Traum und Wirklichkeit verschwimmen und durch einen Fluch, den Franziska im Traum auferlegt bekommt, verwandelt sich das wirkliche Leben in einen Albtraum.

Die Figuren, die jede für sich ein Höchstmaß an Identifikationsmöglichkeit bereithalten, habe ich so miteinander verwoben, dass sie sich im Fluss der musikalischen Ereignisse ihren eigenen (Alp-)Träumen hingeben können. Christian Jost 

Weitere Aufführungen von Die arabische Nacht auf der Probebühne 1 der Staatsoper Unter den Linden Berlin finden am 17., am 19. und am 21. April jeweils um 20:00 Uhr statt.

 

Foto: Hochschule für Musik und Theater München 2016 © Thomas Dashuber