Schott Music

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22. Februar 2016

Werk der Woche – Fazıl Say: Grand Bazaar

Das Real Orquesta Sinfónica de Sevilla begibt sich am 25. Februar 2016 auf orientalisches Terrain. Das Orchester präsentiert an diesem Tag die Uraufführung von Fazıl Says Grand Bazaar. John Axelrod dirigiert das Konzert im Teatro de la Maestranza in Sevilla.

Say bezeichnet das Werk als „Rhapsody for orchestra“ – formal ist es am ehesten mit symphonischen Dichtungen der Romantik vergleichbar. Der Große Basar als eines der Wahrzeichen Istanbuls stand Pate für die Komposition. Das jahrhundertealte Gebäude ist ein geschlossener Bereich von orientalischen Läden und Gässchen. Hier werden alle Arten von Kleingewerbe und Geschäften betrieben, die in lebhaften Diskussionen zwischen Händler und Käufer abgeschlossen werden.

Wahrzeichen Istanbuls in Musik gesetzt

Grand Bazaar schildert eben solche Szenen auf dem Basar, die auch in der Partitur programmatisch vermerkt sind. So beschreibt die Musik unter anderem das „Spazieren in den dunklen Gassen des großen Bazaars“, das „Feilschen um den Teppichpreis“ und eine „Abendstimmung“. Die türkischen Farben und Rhythmen werden in moderne Kompositions- und Instrumentationstechniken eingebunden.

Ich selbst bin mehr okzidental aufgewachsen, geprägt durch mein Elternhaus wie auch das Konservatorium in Ankara und mein Leben in Deutschland und den USA. Insofern bin ich ein sehr westlicher Mensch, doch die Kulturen vermischen sich immer mehr, weil auch die Menschen sich immer mehr vermischen. Wir sollten diese Brücken weiter ausbauen und eine größere Aufgeschlossenheit für andere Kulturen entwickeln. – Say

Das Real Orquesta Sinfónica kombiniert Grand Bazaar im Konzertprogramm mit einem weiteren Werk von Say: Sein Violinkonzert 1001 Nacht im Harem kommt ebenfalls zur Aufführung. Die beiden Stücke werden am 26. Februar 2016 ein zweites Mal gespielt.

Foto: Akça Doğan