Schott Music

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23. Januar 2015

Werk der Woche – Gerald Barry: Day

Am 28. Januar 2015 wird Day von Gerald Barry im BBC Philharmonic Studio in Salford zum ersten Mal in einer überarbeiteten Fassung für Orchester zu hören sein. Das Porträt-Konzert findet im Rahmen eines zweitägigen Festivals mit dem Titel „Before the Road: The Music of Gerald Barry“ statt, einer Veranstaltung des Royal Northern College of Music und dem BBC Philharmonic Orchestra zu Ehren des irischen Komponisten. Die BBC Philharmonic, die Day unter der Leitung von Clark Rundell aufführen wird, bestritt 2006 mit John Storgårds am Dirigentenpult bereits die Uraufführung der Originalversion für Streicher.

Day ist Musik in der Landschaft. Beobachten, Lauschen, Stillstehen, ganz Ohr für jede Stille und jedes Geräusch. Die Bläser haben dieselbe Tierfunktion wie das Orchester in Kitty Lie Over Across From The Wall: eine riesige Kreatur, die plötzlich erscheint. – Gerald Barry

Das erwähnte Werk Kitty Lie Over Across From The Wall für Klavier und Orchester zählt zu Barrys Frühwerken und steht gemeinsam mit La Jalousie Taciturne, From the Intelligence Park und Wiener Blut ebenfalls auf dem Programm, das die ganze Bandbreite von Barrys orchestralem Schaffen zeigt. Das Angebot des Festivals wird durch ein Ensemble-Konzert und ein Podiumsgespräch mit Barry am Abend des 27. Januar sowie zwei Lunchkonzerte am 27. und 28. Januar ergänzt. Bei letzteren stehen Werke für Soloinstrumente im Mittelpunkt.

Die Vielfalt des Festivalprogramms spiegelt nicht nur die Bandbreite von Barrys Gesamtwerk wider, sondern auch die unerwarteten Wendungen, die sein kompositorisches Schaffen prägen. Denn seine Musik ist alles andere als berechenbar:

Barrys Welt besteht aus scharfen Kanten, aus exakt definierten, aber absolut unberechenbaren musikalischen Einheiten. Seine Musik ist einzigartig mit ihrer diamant-artigen Härte, ihrem Humor, und manchmal auch ihrer Gewalt. – Tom Service (The Guardian)