Schott Music

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21. Mai 2018

Werk der Woche – Jörg Widmann: Tanz auf dem Vulkan

Jörg Widmann hat sich als Klarinettist, Komponist und zunehmend auch als Dirigent einen großen Namen im internationalen Musikbetrieb gemacht. Am 27. Mai wird sein Tanz auf dem Vulkan als Teil der Reihe „Tapas“ von den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle uraufgeführt. Das Werk ist ein Auftragswerk der Stiftung Berliner Philharmoniker zum Abschied des scheidenden Chefdirigenten des Orchesters.

Zu diesem Anlass beginnt Widmann seinen Tanz auf dem Vulkan mit einer Finesse: Der Schlagzeuger hält die Trommelstöcke über den Kopf und zählt wie im Jazz mit den Sticks ein. Die ersten Töne erklingen, aber wo ist der Dirigent? – Dieser befindet sich noch hinter der Bühne und tritt erst während der ersten elf Takte an sein Pult.

Jörg Widmann – Tanz auf dem Vulkan: Liebe zur Musik der Vergangenheit

Zwischen Tradition und Fortschritt in der Musik sieht Widmann keinen Widerspruch. Im Gegenteil: Er bezieht sich explizit in seinen Werken auf musikalische Traditionen und schafft in der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit etwas ganz Neues.

„Ich bin in den letzten Jahren den Berliner Philharmonikern in intensiver künstlerischer Zusammenarbeit verbunden und bin deshalb der Bitte um ein kurzes Abschiedsstück für Sir Simon gern nachgekommen. Es ist ein drängend-explosives Stück geworden. Die Stellenbeschreibung eines Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker ist in vier Worten, wie ich finde, recht treffend beschrieben: Tanz auf dem Vulkan.“
 – Jörg Widmann

Am 31. Mai erklingt der Tanz auf dem Vulkan außerdem in der Royal Festival Hall in London. Am 2. Juni ist das Werk im Musikverein Wien, am 6. Juni in der Philharmonie Köln zu hören. Die spanische Erstaufführung folgt am 7. Juni in Madrid.