Schott Music

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7. März 2022

Werk der Woche – Florence B. Price: Concert Overture No. 2

Am 8. März feiert die Welt den 111. Internationalen Frauentag. Anlass genug, sich mit den Komponistinnen aus dem Schott-Katalog und ihren Werken auseinander zu setzten. Gegenwärtig gibt es zwar viele komponierende Frauen, doch die mit Abstand meisten aufgeführten Werke stammen weiterhin von Männern. Ein heute noch eher unbekanntes Stück ist die Concert Overture No. 2 für großes Orchester von Florence Beatrice Price. 

Concert Overture No. 2 von Florence B. Price – exemplarisches Werk ihres musikalischen Stils 

Price war die erste afroamerikanische Frau, die eine Sinfonie von einem großen Orchester aufführen lassen konnte. Einflüsse aus Westafrika und aus den amerikanischen Südstaaten lassen sich in ihrem gesamten Œuvre erkennen. In der Concert Overture No. 2 verarbeitet Price eine Reihe von Spirituals: Go Down Moses, Every Time I Feel the Spirit und Nobody Knows the Trouble I´ve Seen. Das Werk zeichnet sich durch eine üppige Orchestrierung, melancholische Lyrik, sehnsuchtsvolle Instrumentalsoli und die Einbettung traditioneller afroamerikanischer Musik aus. Neben den Satztechniken Call and Response arbeitet die Künstlerin mit pentatonischen Skalen, Synkopierungen und Bluenotes. In diesem Werk spiegelt sich ihr Personalstil deutlich wider.
Trotz ihres Erfolgs war das Leben für Price eine Herausforderung:  Rassistische Spannungen zwangen sie zu einem Umzug und nach einer Scheidung musste sie ihre Kinder alleine großziehen. 

Dass Price es geschafft hat zu komponieren – und das so umfangreich und produktiv – ist absolut erstaunlich. Shirley J. Thompson, britische Komponistin und Universitätsprofessorin

Für weitere Informationen zu Komponistinnen und ihren Werken lohnt sich ein Blick in die aktuelle Ausgabe des Schott Journal. Es behandelt das Thema “Women Composers” und steht zum freien Download zur Verfügung.    

 

Foto: Florence Beatrice Price mit ihrer Tochter Florence Louise Robinson