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Schott Music

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7. August 2017

Werk der Woche – George Gershwin: Concerto in F

Nach seinem großen Erfolg mit Rhapsody in Blue erhielt George Gershwin von der New York Symphony Society den Auftrag zur Komposition eines Klavierkonzertes.

Die Instrumentierung der Rhapsody hatte er noch Ferde Grofé überlassen, weshalb das Concerto in F für den jungen Gershwin zu seinem ersten selbst instrumentierten Orchesterwerk wurde. Sich seiner Unerfahrenheit in diesem Bereich bewusst, mietete er sich während der Kompositionsphase ein Orchester, um seine Instrumentationsideen damit direkt auszuprobieren.

Bei der Uraufführung im Dezember 1925 in der New Yorker Carnegie Hall spielte Gershwin selbst das Klavier. Die Geschichte lehrt uns, dass sich sein Aufwand gelohnt hat: In den Dezembertagen 1925 stieg Gershwin in den Kreis der bedeutendsten amerikanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts auf.

George Gershwins Concerto in F: Amerikanischer Jazz in klassischem Gewand

Um den Schritt zur absoluten Musik ganz bewusst zu tun, entschied sich Gershwin dazu, den ursprünglich geplanten Namen New York Concerto in den nicht-programmatischen, neutralen Gattungstitel Concerto in F for Piano and Orchestra umzuändern und wählte auch die traditionelle dreisätzige Form schnell – langsam – schnell.

Im 1. Satz, dem vom Charleston-Rhythmus geprägten Allegro (alla breve), exponiert Gershwin im ersten Klaviersolo mit dem ersten Thema einen formalen Eckpunkt und weniger eine zentrale Themengestalt. Die beiden Hauptteile des 2. Satzes (Adagio – Andante con moto) verbindet er durch eine Solo-Kadenz. Dieser Satz wird aufgrund seiner stilistischen Merkmale oft als „Blues-Nocturne“ beschrieben. Den 3. Satz stellt der Komponist ganz ins Zeichen einer „Orgie von Rhythmen“, in der er vielerlei jazzige Themen verarbeitet.

In seinem Concerto formt der Komponist aus Amerikas klanglicher Vielfalt seinen eigenen musikalischen Stil, geprägt durch Jazz, Broadwaysongs, Tanzrhythmen und spätromantische Harmonien.

Viele Leute glaubten, die Rhapsody sei nur ein glücklicher Zufall gewesen. Also machte ich mich daran, ihnen zu zeigen, dass ich noch eine Menge mehr drauf habe als das. Ich entschloss mich, ein Werk der absoluten Musik zu schreiben. Die Rhapsody war, wie aus dem Titel zu schließen, eine Impression über den Blues. Das Concerto sollte aber unabhängig sein von einem Programm.– George Gershwin

Das offizielle Konzert des Schleswig-Holstein Festival Orchesters in der Elbphilharmonie Hamburg am 14.08.2017 mit dem Solisten Tzimon Barto und unter dem Dirigat Christoph Eschenbachs ist leider schon ausverkauft. Wer das Stück trotzdem live hören möchte, dem sei die öffentliche Generalprobe am 13.08.2017 in der ACO Thormannhalle Rendsburg empfohlen. Neben Gershwins Concerto werden auch Ravels La valse und Daphnis et Chloé gespielt.