Schott Music

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2. März 2020

Werk der Woche – Stefan Johannes Hanke: Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Am 8. März feiert die Kinderoper Der Teufel mit den drei goldenen Haaren von Stefan Johannes Hanke im Staatenhaus der Oper Köln ihre Premiere. Im Jahr 2011/12 schrieb der Komponist das Werk im Auftrag der Staatsoper Hannover; nun wird dieses Musiktheater für Menschen ab 7 Jahren nach Hannover, Dresden, Basel und München auch in Köln aufgeführt werden. Bei der Produktion dirigiert Rainer Mühlbach.

Auf das Libretto von Dorothea Hartmann komponierte Hanke eine rund einstündige Oper für fünf Sänger, einen Schauspieler und Instrumentalensemble. Das Textbuch folgt dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm, erzählt dieses aber frech und modern nach. Dazu mischt er musikalische Stile in eine Weise, die die dramaturgische Gestaltung der Handlung kommentiert, unterstützt und bisweilen konterkariert.

Stefan Johannes Hanke – Der Teufel mit den drei goldenen Haaren: das unmöglich Scheinende möglich machen

In das von Lethargie und Depression besessene Königreich tritt das Glückskind und befreit dieses von seinem desolaten Zustand. Durch Selbstvertrauen, Mut und Tatendrang schafft es das unmöglich Scheinende. Das Glückskind übersteht eine Begegnung mit drei Räubern im Wald, wagt sich in die Hölle hinab, um die drei goldenen Haare des Teufels zu erbeuten, zieht des Teufels Großmutter auf seine Seite, überlistet den Teufel und gewinnt schließlich die Prinzessin für sich.

Die neue Kinderoper enthält viele komische Momente mit großartigen theatralischen Effekten. Hankes moderat neu tönende Musik zeichnet dabei der unbefangene Umgang mit Musikstilen (von Arien-Schlüssen in Dur, über dissonante Intervallsprünge bis zu Folkloreeinsprengseln) aus, vor allem aber auch ein das Libretto sensibel und wirkungsvoll unterstreichender Zugriff. – Jutta Rinas (Peiner Allgemeine Zeitung)

Bis zum 18. April werden vierzehn weitere Aufführungen von Der Teufel mit den drei goldenen Haaren im Staatenhaus Köln folgen.