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Schott Music

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13. März 2017

Werk der Woche – Ludger Vollmer: Tschick

In den Sommerferien fährt der 14-jährige Maik mit seinem Freund Tschick in einem geklauten Lada quer durch Ostdeutschland in Richtung Walachei. Zwar werden sie diese niemals erreichen, aber es wird eine Reise in die Freiheit, voller Abenteuer und skurriler Begegnungen. Ludger Vollmer hat den Erfolgsroman Tschick von Wolfgang Herrndorf für die Oper adaptiert. Am 18. März 2017 wird Tschick – Road Opera im Theater Hagen uraufgeführt.

Vollmer, der mit Gegen die Wand und Lola rennt bereits wichtige Stoffe für ein jugendliches Publikum auf die Opernbühne gebracht hat, legt mit der Vertonung des Coming of Age-Romans Tschick eine weitere Jugendoper vor. Passend zur Reise der Jungs findet keine klassische Unterteilung in Akte statt, sondern „Abfahrten“ gliedern das Werk; sie orientieren sich an der Fahrt des Lada. Schauplätze wie eine Müllkippe, ein Baggersee und ein umgekippter Schweine-Transporter bilden die Szenerie. Auch gesanglich geht Vollmer an die Grenze der Oper und hat rasende Stimmspreizungen, schnellen Punk und Gesang im Stil von Nina Hagen eingearbeitet:

Durch die außerordentlich dynamische Musik bekommt der Stoff noch einen emotionalen, manchmal sehr komischen Drive. Viele der tieferen, psychologischen Schichten des Herrndorf-Stoffes, der ja trotz seiner punkigen Oberfläche auch faszinierende philosophische Aspekte hat, werden durch die Musik erst sichtbar. – Ludger Vollmer

Nach der Uraufführung am 18. März ist das Werk an neun weiteren Termin in der Inszenierung von Roman Hovenbitzer und unter der musikalischen Leitung von Florian Ludwig zu erleben. Dernière in Hagen ist am 8. Juli. Die wilde Fahrt geht aber schon bald weiter, denn die nächste Premiere der „Road Opera“ Tschick an einem deutschen Opernhaus ist bereits für Januar 2018 geplant.

Foto: Iakov Kalinin / Adobe Stock