Schott Music

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1. November 2021

Werk der Woche – Peter Eötvös: Cziffra Psodia

Am 5. November wäre Georges Cziffra 100 Jahre alt geworden. Nach Liszt verkörperte wohl niemand das Ungarische in der Musik so wie er und keine exististierenden Werke waren anspruchsvoll genug für den legendären Klaviervirtuosen. 

An Cziffras Geburtstag gelangt Peter Eötvös’ neues Klavierkonzert Cziffra Psodia zur Uraufführung, um das Jubiläum zu feiern. Solist Janós Balász spielt mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter der Leitung von Mikko Franck im Budapester Konzerthaus MüPa. 

Das Klavierkonzert schrieb ich anlässlich des 100. Geburtstags von Georges Cziffra, den ich über eine familiäre Verbindung schon als Kind kennenlernen durfte. Cziffras ganzes Leben war zugleich von Erfolg und Tragödie begleitet. Er hatte ein rhapsodisches, dramatisches Leben. Genau diese Atmosphäre habe ich versucht, in meinem Klavierkonzert zu erzeugen. Der charakteristische metallische Rhythmus, der im ersten Satz zu hören ist, erinnert an die Arbeit im Steinbruch während seiner Gefangenschaft. Den späteren meditativen Zustand der Momente seines Rückzugs aus der Öffentlichkeit, komponierte ich in drei ruhigen Kadenzen. Jeder Satz endet mit einem kurzen Violinsolo, einer persönlichen Hommage. Peter Eötvös 

Am 7. November ist die französische Erstaufführung von Cziffra Psodia im Maison de la radio et de la musique in Paris zu erleben. Die schweizeischen und norwegischen Erstaufführungen folgen mit dem Orchestre de la Suisse Romande und dem Stavanger Symphony Orchestra in 2022 und 2023. 

Foto: Tibor Bozi