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Schott Music

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9. Oktober 2017

Werk der Woche – Peter Eötvös: Multiversum

Spätestens seit Juri Gagarins Flug ins All 1961 begann fast jedes Kind sich für das Weltall begeistern. So auch der damals jugendliche Peter Eötvös, der das Thema in seinem neuesten Werk Multiversum für Konzertorgel, Hammond-Orgel und Orchester aufgreift.

Bei der Uraufführung am 10. Oktober 2017 in der Elbphilharmonie Hamburg steht der Komponist selbst am Pult. Mit den Solisten Iveta Apkalna und László Fassang ist das Koninklijk Concertgebouworkest zu hören.

Peter Eötvös: Multiversum aus Raum und Klang

Die Faszination von den unendlichen Weiten des Universums bewegte Eötvös dazu, aus Musik einen Raum zu erschaffen, der die Zuhörer umfasst, wie das Weltall die Erde. Durch die raffinierte Aufstellung des Orchesterapparates zielt der Komponist darauf ab, die Zuhörer von allen Seiten mit Klang zu umgeben: Er kreiert einen speziellen Raumklang durch die Positionierung der Streicher links, der Holzbläser rechts und durch die Verteilung der Blechbläser sowie des dreiteiligen Schlagwerks über die volle Breite des Podiums. Die Hammond-Orgel erklingt von hinten, wobei sie vom Podium gespielt wird. Ein Rotationslautsprecher erzeugt einen Doppler-Effekt, der bewirkt, dass der Hammond-Klang im Saal von allen Seiten zu kommen scheint. Den Orgelspieltisch platziert Eötvös ganz vorne, während die Klais-Orgel der Elbphilharmonie selbst im Saal hinter Teilen des Publikums integriert ist. Jeder Aufführungsort ergibt ein anderes Raumkonzept für den Klang des Stückes. Die Anordnung des Publikums in der Elbphilharmonie mit ihrer besonderen Architektur bietet für jeden Zuhörer ein individuelles Hörerlebnis – ganz anders als in „Schuhschachtel“-Konzertsälen wie dem Concertgebouw Amsterdam.

Ich versuche die Welt mit Klängen zu beschreiben, genauso wie die Schriftsteller mit Wörtern, die Maler mit dem Pinsel, die Filmemacher mit der Kamera. Wir beschreiben sehr oft genau dasselbe, nur das Medium ist anders. – Peter Eötvös

Auf einer der Uraufführung nachfolgenden Europa-Tournee dirigiert Eötvös das Werk am 11. Oktober in der Philharmonie Köln, am 12. Oktober im Palais des beaux-arts in Brüssel, am 14. Oktober im Müpa Budapest und am 19. und 20. Oktober im Concertgebouw Amsterdam.