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Schott Music

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12. Februar 2018

Werk der Woche – Fazil Say: Violinkonzert

Am 16. Februar 2018 wird Fazil Says Violinkonzert im Ballet Theatre in Astana als in choreographierter Form präsentiert. Es ist Teil des Ballett-Abends Salome mit dem Astana Ballet und wird vom Symphony Orchestra of Astana Opera unter der Leitung von Arman Urazgaliyev als kasachische Erstaufführung aufgeführt.

Das Violinkonzert  mit dem Untertitel „1001 Nacht im Harem“ entstand 2007 als Auftragswerk für das Luzerner Sinfonierochester und seinen Chefdirigenten John Axelrod. Say komponierte es für die Geigerin Patricia Kopatchinskaja, die es 2008 in Luzern zur Uraufführung brachte. Bereits 2016 war das Violinkonzert erstmals in einer Ballett-Produktion zu erleben. In der Produktion Scheherazade zeigte es das Mainfranken Theater Würzburg gemeinsam mit Nikolaj Rimskij-Korsakows gleichnamiger sinfonischer Suite.

Fazil Say: Violinkonzert „1001 Nacht im Harem“ – orientalische Musik als Tanzvorlage

Durch die Anlehnung an die türkisch-orientalische Musiktradition und die anatolischen Einflüsse eignet sich Says Musik besonders gut für Vertanzungen. So eröffnen die stark akzentuierte Tanzrhythmik und die ungeraden Taktarten der orientalischen Tanzstile, sowie die Begleitung mit türkischem Schlagzeug  viele Möglichkeiten für Choreographien. Say selbst bezeichnet den zweiten Satz des Violinkonzerts als „Party-Nacht mit unterschiedlichsten Arten von Tanzmusik“. Als Vorlage diente dem Werk die bekannten „Märchen aus 1001 Nacht“, an deren Stimmung und Struktur sich Say orientierte. Denn genauso, wie die Geschichten von der Figur Scheherazade erzählt werden, nimmt die Sologeige eine erzählende Position ein.

„Der orientalischen Klangwelt entsprechend ist die Orchesterbesetzung mit mehreren türkischen Schlaginstrumenten bestückt. Doch es ist die Solovioline, welche die Geschichten erzählt und solcherart durch das ganze Werk führt. Der Geigenpart ist durchaus virtuos, und er verbindet die vier Sätze zu einer stimmungsintensiven Einheit, indem die Sologeige jeweils zwischen den einzelnen Sätzen zu Solokadenzen ausholt, zuweilen von einem der Schlaginstrumente begleitet.“ – Fazil Say

Mehr Instrumentalwerke, die ursprünglich nicht als Ballettmusik komponiert wurden, sich aber besonders als Grundlage für szenische Vertanzungen eignen, finden Sie in unserem Ballettkatalog. Dieser ist durch den untenstehenden Link als Download erhältlich.