Schott Music

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24. April 2017

Werk der Woche – Toshio Hosokawa: Umarmung

Toshio Hosokawas neues Werk Umarmung für Orgel und Orchester wird am 27. April von den Bamberger Symphonikern uraufgeführt. Die Komposition ist dem Organisten Christian Schmitt gewidmet, der den Solo-Part übernimmt. Es dirigiert Jakub  Hrůša.

Der japanische Komponist Toshio Hosokawa ist ein Wanderer zwischen den Kulturen. Er schöpft seine Musiksprache aus dem Spannungsverhältnis zwischen westlicher Avantgarde und traditioneller japanischer Kultur. Umarmung ist geprägt von der Lehre des Chi, das den Ursprung allen Lebens darstellt. Yin und Yang als seine Erscheinungsformen erschaffen und beleben alles in ihrem Zusammenspiel.

Hosokawas Umarmung: Die Orgel im Fokus

Toshio Hosokawa stellt in Umarmung die große Konzertorgel in den Mittelpunkt. Ihr Part ist geprägt von einer hohen und einer tiefen Melodie, die das Zusammenwirken von Yin und Yang symbolisieren. Die Klangfarben der verschiedenen Orchesterinstrumente fließen in die Melodien der Orgel ein. Hierbei symbolisiert die Orgel den menschlichen Gesang, das Orchester versinnbildlicht die Natur und das Universum. Es gibt einen Moment der Auflösung, dann verschmelzen Orchester und Orgel miteinander.

Ich sehe dieses Verschmelzen als Metapher für eine Umarmung zweier Menschen, daher der Titel des Werks. – Toshio Hosokawa

Am 30. April spielen die Bamberger Symphoniker Umarmung erneut im Rahmen des Festivals ACHT BRÜCKEN in Köln. Mitauftraggeber des neuen Werks sind auch die Philharmonie Luxembourg und die Wiener Konzerthausgesellschaft. Dort steht das Stück in der kommenden Spielzeit auf dem Programm.

 

Foto: © Michael Trippel (Christian Schmitt an der Konzertorgel der Bamberger Symphoniker)